Warnung von Beştaş (DEM-Partei) an das Gericht zur Demirtaş-Entscheidung: 'Kehren Sie zum Recht zurück'

Die Abgeordnete der DEM-Partei für Erzurum, Meral Danış Beştaş, äußerte sich zu Selahattin Demirtaş, dessen Freilassung erwartet wurde, für den nun jedoch eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren gefordert wird.

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Gegen den ehemaligen HDP-Ko-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş wurde wegen des Vorwurfs der fortgesetzten „Beleidigung des Präsidenten“ eine Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten bis zu sieben Jahren gefordert. Diese Entscheidung bezüglich Demirtaş, der seit Jahren im Gefängnis von Edirne inhaftiert ist und dessen Freilassung erwartet wurde, stieß auf heftige Kritik.

Zahlreiche Politiker äußerten sich zu dem Urteil. Die Abgeordnete der DEM-Partei für Erzurum, Meral Danış Beştaş, kommentierte die Entwicklung wie folgt:

Die jahrelange Inhaftierung von Selahattin Demirtaş und die in verschiedenen Provinzen zurückgehaltenen Akten werden zunächst auf Vorrat angelegt und dann aktiviert, um seine Freiheit zu verhindern. 

Das Versteckspiel lässt sich nicht länger verbergen; der Grundsatz der Rechtssicherheit wurde zerstört. 

Der vom EGMR betonte Effekt der „Bestrafung durch Ungewissheit“ hat sich in der über neunjährigen Haft von Demirtaş mehr als deutlich manifestiert. Das heute erneut eröffnete Verfahren und die Forderung nach einer neuen Strafe zeigen den bewussten Willen, seiner Freiheit ein Hindernis in den Weg zu legen. 

Das Timing dieser Akten ist nicht unabhängig von politischen Prozessen, und dies ist ein klarer Beweis für die Instrumentalisierung des Rechts. Wenn Gerichtsverfahren zu zeitlichen Barrieren werden, liegt das Problem nicht nur in einer einzelnen Akte, sondern im gesamten Rechtssystem.

Es reicht, wirklich, haben neun Jahre Geiselhaft nicht ausgereicht? 

Sie können die Freiheit von Selahattin Demirtaş nicht länger durch politische Manöver verhindern. Kehren Sie zum Recht zurück…