Was passiert am İstanbul Erkek Lisesi? „Belästigungsliste“ von männlichen Schülern: Schülerinnen bedroht

Am İstanbul Erkek Lisesi, einer der erfolgreichsten Schulen des Landes, soll eine Gruppe von Schülern der 9. Klasse eine „Belästigungsliste“ mit sexuell anzüglichen Inhalten über Mitschülerinnen erstellt haben.

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Der Vorfall, der sich am 24. November am İstanbul Erkek Lisesi, einer der Schulen mit den höchsten Erfolgsquoten des Landes, ereignete, sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Vor 10 Tagen wurden Schüler der 9. Klasse im Wohnheim auf dem Schulgelände schwer misshandelt.

Wie Yusuf Özdemir von der Zeitung Sabah berichtet, drang am selben Abend gegen 20.00 Uhr eine Gruppe von etwa 10 Schülern der 11. Klasse in das Wohnheim der 9. Klässler ein. 7 Schüler wurden gewaltsam in einen Kinoraum gebracht. Dort soll unter Androhung von Schlagringen und Messern körperliche Gewalt ausgeübt worden sein.

7 Schüler wurden gewaltsam in einen Kinoraum gebracht. Dort soll unter Androhung von Schlagringen und Messern körperliche Gewalt ausgeübt worden sein.

„BELÄSTIGUNGSLISTE“ VON MÄNNLICHEN SCHÜLERN

In dem Vorfall, der in den sozialen Medien für Aufsehen sorgte, steht laut Aussagen von Eltern und Schülern im Zentrum, dass eine Gruppe männlicher Schüler der 9. Klasse eine Liste mit 507 Punkten über die Schülerinnen der Schule erstellt haben soll.

Es wird behauptet, dass die Liste sexuell anzügliche, erniedrigende und ehrverletzende Äußerungen sowie Aussagen zu Belästigung, sexuellen Übergriffen, Beleidigungen und gewaltverherrlichende Kommentare enthielt.

„SCHÜLERINNEN BEDROHT“

Es wird behauptet, dass der Skandal an die Öffentlichkeit gelangte, nachdem sich ein Schüler aus der Gruppe heraus unwohl gefühlt hatte.

In den von Schülern weitergegebenen Behauptungen heißt es: „Wir möchten darauf hinweisen, dass der Kern des Vorfalls eine weitaus ernstere und systematischere Verletzung der Privatsphäre sowie eine Gesamtheit von belästigendem Verhalten darstellt. In den vergangenen Wochen kam ans Licht, dass eine Gruppe männlicher Schüler der 9. Klasse in ihren Zimmern eine Liste mit über 500 Punkten über Schülerinnen und verschiedene andere Personen der Schule erstellt hat, die sexuell anzügliche, erniedrigende und verstörende Äußerungen enthielt und diese Liste regelmäßig an andere Schüler weitergab.“

Zudem wurde berichtet: „Es kamen auch Vorwürfe auf, dass dieselbe Gruppe Methoden zur Kartenkopie verwendete, um unbefugt in die unteren Stockwerke der Schule zu gelangen, ohne Erlaubnis den Kameraraum betrat und versuchte, auf Aufnahmen des Mädchenwohnheims zuzugreifen. Außerdem wurde festgestellt, dass von einigen Schülerinnen heimlich Fotos in den Fluren und in der Kantine gemacht und archiviert wurden.“

Ein Elternteil, der sich zu dem Thema äußerte, sagte: „Wir unterstützen keine Gewalt, aber die höheren Klassen haben sich in diesen Vorfall eingemischt, um ihre Geschwister zu schützen. Meine Tochter sagt: 'Mama, ich fühle mich in der Schule nicht einmal mehr beim Gehen wohl, ich frage mich, ob jemand Fotos macht oder andere Dinge denkt'.“

Es wird behauptet, dass die misshandelten Schüler in derselben Nacht ein Foto teilten und die Worte „Löwen, wenn sie das İEL vergewaltigen“ verwendeten.

STELLUNGNAHME DER SCHÜLERINNEN

Nach den Ereignissen veröffentlichten die Schülerinnen des İstanbul Erkek Lisesi eine Erklärung.

UNTERSUCHUNG EINGELEITET

Bezüglich des Vorfalls, der in kurzer Zeit zum Gesprächsthema wurde, haben die vom Gouverneursamt Istanbul beauftragten Inspektoren der Provinzdirektion für nationale Bildung eine verwaltungsrechtliche Untersuchung eingeleitet. Die Provinzdirektion für nationale Bildung in Istanbul teilte mit, dass die verwaltungsrechtliche Untersuchung zu der Auseinandersetzung zwischen Schülern im Jungenwohnheim des İstanbul Erkek Lisesi am 25. November von den durch das Gouverneursamt beauftragten Inspektoren geführt wird.

In der Erklärung, die über den Social-Media-Account der Direktion veröffentlicht wurde, hieß es, dass in einigen Medienberichten über die Auseinandersetzung zwischen Schülern im Jungenwohnheim der Schule berichtet wurde.

In der Erklärung, in der betont wurde, dass sie zur korrekten Information der Öffentlichkeit erfolgt, heißt es: „Nach dem Vorfall vom 25. November 2025 wurden die betroffenen Schüler medizinisch untersucht, die Eltern informiert und es wurde festgestellt, dass kein Zustand vorliegt, der eine Fortsetzung des Unterrichts verhindert. Der Prozess wird von uns sensibel verfolgt.“

STELLUNGNAHME DER SCHULLEITUNG

In der Erklärung wies die Schulleitung darauf hin, dass das Disziplinarverfahren des „Ausschusses zur Bewertung des Schülerverhaltens“ eingeleitet wurde, und hielt fest:

„Vom Beratungsdienst und der Provinzdirektion für nationale Bildung wurden präventive Beratungsgespräche und Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet. Die verwaltungsrechtliche Untersuchung zu diesem Thema wird von den durch unser Gouverneursamt beauftragten Inspektoren der Provinzdirektion für nationale Bildung geführt.

Die Sicherheit unserer Schüler, der Frieden im Bildungsumfeld und der Schutz unserer Kinder haben für uns oberste Priorität. In diesem Sinne werden alle notwendigen Prozesse entschlossen durchgeführt.“