Was wird in den AKP-Kulissen über den neuen Lösungsprozess diskutiert? Ein bemerkenswertes Detail zu Demirtaş und Kavala…

Nach dem Treffen zwischen dem Terroristenführer Abdullah Öcalan und der DEM-Partei auf İmralı nimmt der in der Öffentlichkeit diskutierte neue Lösungsprozess konkretere Formen an, während nun Details aus den AKP-Kulissen durchgesickert sind.

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Der Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahçeli, hatte einen Aufruf gestartet, woraufhin die DEM-Partei den Terroristenführer Abdullah Öcalan auf İmralı traf und anschließend Besuche bei verschiedenen politischen Parteien durchführte; diese Ereignisse bestimmen weiterhin die Tagesordnung.

Die Kolumnistin der Zeitung Nefes, Nuray Babacan, berichtete in ihrem heutigen Artikel über die Diskussionen in den AKP-Kulissen bezüglich des neuen Prozesses.

Babacan, die feststellt: „Alle sind sich einig, dass sich der Prozess nicht in die Länge ziehen darf“, fügte hinzu: „Es gibt auch Optimisten, die sagen, dass der Prozess Ergebnisse wie die Entlassung von Selahattin Demirtaş aus dem Gefängnis sowie die Freilassung von Osman Kavala und den Gezi-Häftlingen nach sich ziehen wird.“ 

Der entsprechende Teil von Babacans Artikel mit dem Titel „Geheimdienstnotizen in der AKP“ lautet wie folgt:

„- Der Lösungsprozess wird unter Berücksichtigung der stark fragmentierten Struktur der PKK bewertet. Es bestehen Zweifel hinsichtlich der iran- und USA-freundlichen Flügel. Es wird erkannt, dass der Iran trotz Machtverlusts weiterhin seine eigenen Spiele spielt und die USA an ihrem Beharren auf der YPG festhalten.

- Alle sind sich einig, dass sich der Prozess nicht in die Länge ziehen darf. Die Verbindungen von Kandil und der PKK zu internationalen Geheimdiensten sind deutlich erkennbar. Es wird erläutert, wie der erste Lösungsprozess damals durch diese Kräfte von außen und durch die FETÖ von innen sabotiert wurde. Es werden Beispiele für Terroranschläge angeführt, die 2015 verübt wurden, um den Lösungsprozess zu sabotieren.

- Es gibt auch Optimisten, die sagen, dass der Prozess Ergebnisse wie die Entlassung von Selahattin Demirtaş aus dem Gefängnis sowie die Freilassung von Osman Kavala und den Gezi-Häftlingen nach sich ziehen wird. Es wird kommentiert, dass Öcalan in Kandil und Demirtaş bei der jungen kurdischen Generation innerhalb der Türkei Einfluss ausüben werden.

- Auf die Kritik, ob bei diesen Bemühungen ein ‚staatlicher Verstand‘ (devlet aklı) vorhanden sei, gibt es ebenfalls Antworten. In Bezug auf die Haltung von Devlet Bahçeli wird offen über den Einfluss der ehemaligen MİT-Unterstaatssekretäre Emre Taner und Şenkal Atasagun gesprochen. Es fällt der Begriff ‚dieselbe Generation‘. Es wird unterstrichen, dass auch Abdullah Öcalan eine Figur aus derselben Ära ist.

- In dem Bild, das sich gegen Ende Februar deutlicher abzeichnen wird, gibt es keine Änderung in der Standardhaltung des Staates bezüglich der Auflösung der Terrororganisation und der Niederlegung der Waffen. Obwohl geäußert wird, dass Abdullah Öcalan bisher keine Forderungen bezüglich seiner eigenen Person gestellt habe, wird ‚Hausarrest‘ als bereits akzeptiert betrachtet.

Unterdessen gilt es als sicher, dass Ahmet Türk beim zweiten Besuch der DEM-Delegation auf İmralı dabei sein wird.“