Weitere Ermittlungserlaubnis gegen Mansur Yavaş!
Das Innenministerium hat eine Ermittlungserlaubnis gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, sowie 38 Mitglieder des Gemeinderats wegen des Vorwurfs der „Amtsmissbrauchs“ erteilt. In einer Stellungnahme der Stadtverwaltung Ankara (ABB) zu den Ermittlungen heißt es: „Die betreffenden Ermittlungen wurden eingeleitet, weil rechtswidrige Bebauungsverdichtungen, die während der Ära Melih Gökçek vorgenommen wurden, verhindert wurden.“
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Wie bekannt wurde, hat das Innenministerium eine Ermittlungserlaubnis gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, sowie insgesamt 39 Gemeinderatsmitglieder erteilt. Die Entscheidung soll auf einen Prozess bezüglich eines etwa 90 Hektar großen Gebiets im Stadtteil İncek im Bezirk Gölbaşı von Ankara zurückzuführen sein.
Wie die regierungsnahe Zeitung Yeni Şafak berichtet, waren die zuvor für das betreffende Gebiet geltenden Bebauungspläne infolge von Klagen durch die Verwaltungsgerichtsbarkeit als rechtswidrig eingestuft und aufgehoben worden. Diese Aufhebungsentscheidung sei am 21. Oktober 2025 rechtskräftig geworden.
BEHAUPTUNG: GEMEINDE HAT AUFHEBUNGSBESCHLUSS NICHT BEFOLGT
Den Vorwürfen zufolge hat der Gemeinderat trotz der gerichtlichen Aufhebungsentscheidung keine notwendigen Anpassungen vorgenommen. In der Bewertung des Ministeriums zur Ermittlungserlaubnis wurde behauptet, dass Gerichtsbeschlüsse nicht umgesetzt wurden und im Gemeinderat weiterhin gegen diese Beschlüsse verstoßende Vorgänge stattfanden.
ERMITTLUNGSERLAUBNIS GEGEN YAVAŞ UND 38 MITGLIEDER
Das Innenministerium kam zu dem Schluss, dass der Straftatbestand des „Amtsmissbrauchs“ erfüllt sei und dieser Zustand eine Kontinuität aufweise, und erteilte die Erlaubnis zur Durchführung von Ermittlungen gegen Mansur Yavaş und 38 Gemeinderatsmitglieder.
STELLUNGNAHME DER STADTVERWALTUNG ANKARA (ABB)
In einer schriftlichen Erklärung der Stadtverwaltung Ankara zu den Ermittlungen wurde Folgendes festgehalten:
„In einigen Presseorganen wurde berichtet, dass das Innenministerium eine Ermittlungserlaubnis gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, und 39 Mitglieder des Gemeinderats erteilt habe.
Die Wahrheit ist folgende:
Die betreffenden Ermittlungen wurden eingeleitet, weil rechtswidrige Bebauungsverdichtungen, die während der Ära Melih Gökçek vorgenommen wurden, verhindert wurden. Es liegt keinerlei rechtswidrige Bebauungsverdichtung vor. Im Gegenteil, Gegenstand dieser Ermittlung ist die Entscheidung zur Veto-Einlegung gegen die rechtswidrige Bebauungsverdichtung im Gebiet Dodurga. Andererseits gibt es schwerwiegende und auch öffentlich gewordene Vorwürfe gegen den Sachverständigen, der im Prozess der Ermittlungserlaubnis tätig war. Dieser Sachverständige ist derselbe, der bereits in anderen Akten, in denen gegen Mansur Yavaş Ermittlungserlaubnisse erteilt wurden, tätig war, von dem behauptet wurde, er habe sich diesbezüglich mit Melih Gökçek getroffen, und gegen den Mansur Yavaş deshalb Strafanzeige erstattet hat. Es hat sich herausgestellt, dass dieser Sachverständige auch in dieser Akte involviert ist. Wir legen alle rechtlichen Rechtsmittel ein. Eine detaillierte Erklärung wird der Öffentlichkeit nach Abschluss des Einspruchsverfahrens mitgeteilt.“
ERSTE REAKTION DER CHP
Die erste Reaktion der Republikanischen Volkspartei (CHP) auf die gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, erteilte Ermittlungserlaubnis folgte prompt. Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Burhanettin Bulut reagierte auf die zweite Ermittlungserlaubnis gegen Yavaş mit den Worten, dies sei „nicht rechtlich, sondern politisch“. Bulut erklärte: „Diejenigen, die die Ermittlungserlaubnis gegen Mansur Yavaş erteilt haben, werden im Gewissen des Volkes verurteilt werden.“
Burhanettin Bulut äußerte sich über seinen Social-Media-Account wie folgt:
„Dass das Innenministerium zum zweiten Mal eine Ermittlungserlaubnis gegen unseren Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, wegen des Vorwurfs des ‚Amtsmissbrauchs‘ erteilt, ist nicht rechtlich, sondern politisch. Amtsmissbrauch und Mansur Yavaş im selben Satz zu nennen, ist bereits absurd. Die Menschen in Ankara wissen sehr gut, wer sein Amt missbraucht und wer Tag und Nacht dieser Stadt dient. Diejenigen, die eine Ermittlungserlaubnis gegen Mansur Yavaş erteilen, der die Ressourcen Ankaras für die Menschen in Ankara einsetzt, das System der Verschwendung beendet, Transparenz zum Prinzip gemacht hat, jeden Cent gegenüber seinem Volk offen abrechnet und ohne Diskriminierung mit Gerechtigkeit Dienst leistet, werden im Gewissen des Volkes verurteilt werden.“
AUCH IM NOVEMBER WURDE ERMITTLUNGSERLAUBNIS ERTEILT
Bereits am 22. November war vom Innenministerium im Rahmen von Vorwürfen wegen Unregelmäßigkeiten bei Konzertausgaben der Stadtverwaltung Ankara eine Ermittlungserlaubnis gegen den ABB-Bürgermeister Mansur Yavaş und seinen Büroleiter Nevzat Uzunoğlu erteilt worden.