Wer ist Haschim Safi al-Din, der als neuer Hisbollah-Anführer gehandelt wird?
Die Hisbollah hat bestätigt, dass ihr Generalsekretär Hassan Nasrallah bei einem israelischen Luftangriff am 27. September getötet wurde. Diese Entwicklung wirft Fragen nach seinem Nachfolger auf. Die New York Times berichtete, dass Nasrallahs Cousin Haschim Safi al-Din als möglicher Nachfolger in Betracht gezogen wird.
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Die Hisbollah hat bestätigt, dass ihr Generalsekretär Hassan Nasrallah bei einem israelischen Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Freitag, den 27. September, getötet wurde. Die Bestätigung seines Todes durch die Hisbollah löste sofort Spekulationen darüber aus, wer ihn ersetzen könnte. Die Zeitung The New York Times (NYT) berichtete unter Berufung auf drei israelische Verteidigungsbeamte, dass Nasrallahs Cousin Haschim Safi al-Din als möglicher Nachfolger gehandelt werde und sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht am Ort des Geschehens aufgehalten habe.
TRÄGT EINEN SCHWARZEN TURBAN
Wer ist also Haschim Safi al-Din? Laut Reuters leitet Safi al-Din den Exekutivrat der Hisbollah und ist für die politischen Angelegenheiten der Organisation verantwortlich. Er ist zudem Mitglied des Dschihad-Rates, der die militärischen Operationen der Hisbollah steuert. Dem Bericht zufolge, der auf die Verwandtschaft zu Nasrallah hinweist, trägt Safi al-Din wie Nasrallah einen schwarzen Turban, was ihn als Nachfahren des Propheten Mohammed ausweist.
USA STUFTEN IHN 2017 ALS 'TERRORISTEN' EIN
Die US-Regierung hatte Safi al-Din bereits im Jahr 2017 als 'Terroristen' eingestuft. Bei der Beerdigung eines im Juni getöteten Hisbollah-Kommandeurs hatte Safi al-Din mit Blick auf Israel erklärt: "Der Feind sollte sich darauf vorbereiten, zu weinen und zu klagen." Seine öffentlichen Äußerungen konzentrierten sich meist auf die militärische Haltung der Hisbollah und die Palästina-Frage. Kürzlich hatte er in Dahieh, einer als 'Hochburg der Hisbollah' bekannten Gegend im Süden Beiruts, wo auch Nasrallah getötet wurde, seine Solidarität mit palästinensischen Gruppen bekundet und erklärt: "Unsere Geschichte, unsere Waffen und unsere Raketen" seien bei euch.
Philip Smyth, ein Experte für vom Iran unterstützte schiitische Gruppen, erklärte dazu, dass Nasrallah begonnen habe, Safi al-Din "eine Reihe von Positionen in verschiedenen Räten innerhalb der libanesischen Hisbollah zu übertragen, von denen einige undurchsichtiger sind als andere".
Der Bericht weist darauf hin, dass Safi al-Dins familiäre Bindungen, seine physische Ähnlichkeit mit Nasrallah sowie sein religiöser Status als Nachfahre des Propheten Mohammed von Vorteil sein könnten. Zudem wird betont, dass Safi al-Din die US-Politik offen kritisiert hat. Angesichts des US-Drucks sagte Safi al-Din 2017: "Diese geistig behinderte, verrückte US-Regierung unter Trump wird dem Widerstand nicht schaden können."