Wie sieht die Lage an den Märkten nach Bidens Rückzug aus dem Wahlkampf aus?

Der Rückzug von US-Präsident Joe Biden aus dem Präsidentschaftswahlkampf hat dazu geführt, dass die Marktszenarien für die US-Wahlen neu bewertet werden. Investmentexperten deuten dies als ein Signal, dass sichere Häfen wie der Dollar und Gold an Bedeutung gewinnen könnten.

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Der US-Präsident Joe Biden, der als Kandidat der Demokratischen Partei für die Wahlen im November in den USA antrat und dessen Gesundheitszustand zuletzt Gegenstand von Diskussionen darüber war, ob er das Präsidentenamt weiterhin ausüben könne, hat seinen Rückzug aus dem Wahlkampf erklärt.

Investoren werden nun aufmerksam verfolgen, welche Auswirkungen die Entscheidung von Präsident Biden, aus dem Rennen auszusteigen, auf die Wahlchancen von Trump haben wird.

Laut einem Bericht von Bloomberg HT besteht für Gold, das als sicherer Hafen gilt, sowie für den US-Dollar das Potenzial, inmitten der neuen politischen Turbulenzen in den USA Gewinne zu erzielen. Analysten halten es zudem für möglich, dass die Demokratische Partei den Übergangsprozess reibungslos bewältigen könnte.

Die steigende Wahrscheinlichkeit einer Wiederwahl Trumps bei den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen hat an den globalen Märkten Sorgen vor einem Wiederaufleben von Handelskriegen geschürt.

Analysten wiesen darauf hin, dass einige Anleiheinvestoren besorgt seien, dass die Politik, die Trump in einer zweiten Amtszeit verfolgen könnte, zu hoher Inflation führen und die Haushaltsdefizite vergrößern werde.

Trump, der 2018 während seiner Präsidentschaft Zölle auf chinesische Importprodukte im Wert von 200 Milliarden Dollar erhob, plant im Falle einer zweiten Amtszeit, Zölle von 60 Prozent auf Waren aus China und 10 Prozent auf Importe aus anderen Ländern zu erheben.

Sollte Trump ins Weiße Haus zurückkehren, besteht das Risiko, dass die Handelsspannungen nicht nur mit China, sondern auch mit der Europäischen Union (EU) zunehmen. Trump beklagt regelmäßig, dass die EU keine US-Automobile und Agrarprodukte abnehme, und verweist auf ein Handelsdefizit von über 200 Milliarden Dollar.

Aluminium- und Stahlzölle sowie die Digitalsteuer gelten als Handelsstreitigkeiten, die im Falle eines Amtsantritts von Trump erneut mit Europa aufflammen könnten.