Wird Büyükekşi zurücktreten? Selvi: Ali Koç wollte mit Trikots mit Atatürk-Bild auflaufen
Der Hürriyet-Kolumnist Abdulkadir Selvi erklärte in seiner heutigen Kolumne, er habe mit TFF-Präsident Büyükekşi gesprochen. Demnach habe Fenerbahçe-Präsident Ali Koç den Wunsch geäußert, das Supercup-Spiel in Saudi-Arabien auszutragen, und habe zudem darauf bestanden, mit Trikots aufzulaufen, die ein Atatürk-Bild tragen.
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Hürriyet-Kolumnist Abdulkadir Selvi hat die Supercup-Krise in seiner Kolumne thematisiert.
Selvi gab an, mit Büyükekşi gesprochen zu haben. Er erklärte, die Idee, das Spiel im Ausland auszutragen, sei von Büyükekşi gekommen; Deutschland und England hätten dies jedoch abgelehnt, und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten kein Interesse gezeigt.
Dem Artikel zufolge war es Fenerbahçe-Präsident Ali Koç, der wollte, dass das Spiel in Saudi-Arabien stattfindet.
DETAILS DER VEREINBARUNG
Selvi teilte die Details der Vereinbarung mit, die er nach eigenen Angaben von Büyükekşi erhalten hat:
"Die Saudis hatten zunächst 3 Millionen Dollar geboten. Am Ende wurde eine Einigung über 4,5 Millionen Dollar erzielt. Es wurde beschlossen, dass 20 Prozent dieses Betrags an den Fußballverband gehen und die restlichen 80 Prozent an Fenerbahçe und Galatasaray ausgezahlt werden. Es wurde vereinbart, dass die Mannschaft, die den Supercup im September gewinnt, 60 Prozent des Geldes erhält, während die unterlegene Mannschaft 40 Prozent bekommt. Vor 15 bis 20 Tagen flossen zunächst 1 Million Dollar und dann 300.000 Dollar in die Kassen der Vereine. Der Rest des Geldes sollte nach dem Spiel an die Mannschaften gezahlt werden."
Selvi erklärte, dass am 10. Oktober ein Protokoll zwischen dem türkischen Fußballverband und dem saudi-arabischen Fußballverband unterzeichnet wurde, und behauptete zudem, dass Vertreter des türkischen Fußballverbandes 10 Tage vor dem Spiel nach Saudi-Arabien gereist seien, um Gespräche mit den dortigen Verantwortlichen zu führen.
"ALI KOÇ HAT BEI DEM ATATÜRK-BILD DARAUF BESTANDEN"
Selvi erläuterte zudem, dass Ali Koç während der Krise darauf bestanden habe, mit Trikots aufzulaufen, die ein Atatürk-Bild tragen:
"Während in Saudi-Arabien Gespräche geführt wurden, um das Problem zu lösen, verbreiteten sich in der Türkei Nachrichten, dass die Saudis das Entrollen der türkischen Flagge und das Abspielen der Nationalhymne nicht erlauben würden. Die Direktion für Desinformationsbekämpfung hatte diese Nachricht dementiert. Denn laut dem mit Saudi-Arabien unterzeichneten Protokoll sollte die türkische Flagge entrollt werden. Sogar unsere 60 Meter lange Flagge sollte von 60 Personen unter ihr auf das Spielfeld getragen werden. Die Nationalhymne sollte von Norm Ender vorgetragen werden. Auf dem Spielfeld sollten zudem der Supercup sowie die Flaggen von Fenerbahçe und Galatasaray entrollt werden.
Die Saudis akzeptierten diesen Vorschlag nicht. Sie behaupteten, er verstoße gegen die FIFA-Regeln. Ali Koç akzeptierte daraufhin, nicht mit dem Banner 'Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt' aufzulaufen, bestand aber darauf, mit Trikots mit dem Atatürk-Bild aufzulaufen."
WIRD BÜYÜKEKŞİ ZURÜCKTRETEN?
Selvi, der erklärte, er habe "nicht den Eindruck gewonnen, dass Büyükekşi zurücktreten werde", äußerte sich wie folgt: "Auf meine Fragen in diese Richtung habe ich keine klaren Antworten erhalten. Da Ali Koç jedoch wie ein Held herumläuft, denkt er nicht an einen Rücktritt. Nach diesem Fiasko sollten eigentlich alle drei zurücktreten."