Wird Koç Holding Investitionen ins Ausland verlagern? Ali Koç nimmt Stellung
Auf die Behauptungen, dass Koç Holding seine Investitionen ins Ausland verlagern werde, reagierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Ali Koç. Koç betonte, dass die Türkei nach wie vor der wichtigste Investitionsstandort sei und erklärte: „Unsere Schritte im Ausland dienen dazu, unsere Geschäfte in der Türkei auszubauen.“
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Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Koç Holding, Ali Koç, reagierte in der rumänischen Stadt Craiova auf Gerüchte, das Unternehmen werde seine Investitionen ins Ausland verlagern. Bei einer Rede in der Produktionsstätte von Ford Otosan in Rumänien wies Koç die in letzter Zeit aufgekommenen Behauptungen entschieden zurück.
„Der Ursprung unserer Geschäfte und der Großteil unserer Investitionen liegen in der Türkei“, sagte Koç und verwies insbesondere auf die Investitionen im Automobilsektor. Koç betonte, dass in den letzten 6 Jahren allein im Automobilsektor 9,5 Milliarden Dollar investiert wurden, wobei 95 Prozent dieser Summe in der Türkei realisiert worden seien.
''DIE EXPANSION IM AUSLAND STÄRKT DIE TÜRKEI''
Ali Koç, der die Fragen des Wirtschaftsjournalisten Vahap Munyar im Ford Otosan-Werk in Craiova beantwortete, erklärte, dass die Auslandsinvestitionen falsch interpretiert würden. Koç betonte, dass sich das Werk in Rumänien zu einer der effizientesten Anlagen in Europa entwickelt habe, und sagte:
„Diese Schritte sollten nicht als ‚Koç verlässt die Türkei‘ oder ‚Ford verlässt die Türkei‘ missverstanden werden. Jeder Standort, den wir im Ausland eröffnen, schafft eine Gelegenheit, unsere Produktion in der Türkei weiter auszubauen. Wir wollen den wirtschaftlichen Erfolg, den wir in der Türkei erzielen, auch im Ausland nachhaltig gestalten.“
Ali Koç teilte zudem konkrete Daten zu den Investitionen in der Türkei mit. Er gab bekannt, dass die 2-Milliarden-Euro-Großinvestition in Kocaeli zu 95 Prozent abgeschlossen sei, und fügte hinzu:
„Unsere Produktionskapazität in Kocaeli hat 612.000 Einheiten erreicht. Unsere Exporte, die 2021 bei 6,2 Milliarden Dollar lagen, sind bis 2024 auf 9,4 Milliarden Dollar gestiegen. Zudem haben wir 2022 das erste vollelektrische Nutzfahrzeug der Türkei produziert. Durch die Vervierfachung unseres Werks in Yeniköy haben wir es zum Zentrum für elektrische Nutzfahrzeuge von Ford in Europa gemacht.“
DIE BOTSCHAFT: ''DIE TÜRKEI IST DAS ZENTRUM UNSERES GESCHÄFTS''
Ali Koç betonte, dass die globale Expansion in direktem Zusammenhang mit der türkischen Wirtschaft stehe, und gab folgende Botschaft aus:
„Wir nutzen unsere Investitionen im Ausland, um unsere Produktion und unsere Exporte in der Türkei zu stärken. Das Zentrum unseres Geschäfts ist die Türkei und wird immer die Türkei bleiben.“