Wurde zum Grab für 150 Menschen: Bauunternehmer der Palmiye-Siedlung nach 23 Tagen freigelassen

Im Prozess um die Palmiye-Siedlung in Kahramanmaraş, bei der bei den Erdbeben vom 6. Februar 150 Menschen ums Leben kamen, wurde der Bauunternehmer Hacı Mehmet Ersoy nach 23 Tagen Haft aufgrund seines hohen Alters freigelassen. Die von einem anderen Angeklagten vorgelegten Dokumente erhärteten jedoch die Vorwürfe.

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Die Palmiye-Siedlung, die bei den Erdbeben vom 6. Februar in Kahramanmaraş einstürzte, wurde für 150 Menschen zum Grab. Hacı Mehmet Ersoy, der als einer der Bauunternehmer der Siedlung gilt, wies die Vorwürfe bei der ersten Anhörung des Prozesses zurück und behauptete, er habe lediglich die Häuser gezeigt.

Doch bei der zweiten Anhörung am 26. Dezember 2024 legte der Mitangeklagte Ali Babaoğlu dem Gericht Dokumente vor, die belegen, dass die Siedlung gemeinsam mit Ersoy errichtet wurde. Obwohl Ersoy behauptete, die Unterschrift auf den Dokumenten stamme nicht von ihm, wurde er zunächst inhaftiert.

BEGRÜNDUNG: 'HOCHBETAGTER ZUSTAND'

Die Anwälte des 81-jährigen Ersoy legten gegen die Inhaftierung Berufung ein und verwiesen auf seinen 'hochbetagten Zustand'. Nach Prüfung des medizinischen Gutachtens entschied das Gericht, dass Ersoy nicht haftfähig sei, und ordnete seine Freilassung an.

Die Angehörigen der Opfer der Palmiye-Siedlung reagierten empört auf die Freilassungsentscheidung und forderten Gerechtigkeit.