Wurden 72 Stellen an Verwandte vergeben? Auffällige Vorwürfe gegen AKP-geführte Gemeinde

Der CHP-Provinzvorsitzende von Iğdır, Nizamettin Ada, behauptet, dass in der AKP-geführten Gemeinde Tuzluca 72 Personen aufgrund von Verwandtschaftsverhältnissen und politischer Nähe eingestellt wurden. Ada kritisierte die Verletzung des Leistungsprinzips sowie des Gleichheitsgrundsatzes und rief die Behörden zum Handeln auf.

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Der CHP-Provinzvorsitzende von Iğdır, Nizamettin Ada, behauptete in einer Stellungnahme zur AKP-geführten Gemeinde Tuzluca, dass Bürgermeister Ahmet Sait Sadrettin Türkan insgesamt 72 Personen aus seinem Verwandten- und engsten Bekanntenkreis in der Gemeinde eingestellt habe. Ada argumentierte, dass diese Einstellungen nicht auf dem Leistungsprinzip basierten.

An der Pressekonferenz nahm auch der CHP-Bezirksvorsitzende von Tuzluca, Temel Sardoğan, teil. In der Erklärung wurde betont, dass die mutmaßlichen Einstellungen das öffentliche Gewissen verletzen, und die zuständigen Institutionen wurden aufgefordert, tätig zu werden.

Vorwurf: „Öffentliche Ämter an Verwandte vergeben“

In seiner Bewertung der Einstellungen behauptete Ada, dass die in der Gemeinde Tuzluca geschaffenen Stellen unter Missachtung von Recht, Gleichheitsgrundsatz und öffentlichem Interesse verteilt wurden. Ada warf vor, dass die Stellen an das familiäre Umfeld, politische Verbündete und Verwandte von Kommissionsmitgliedern vergeben wurden.

In der Erklärung wurde zudem der Vorwurf erhoben, dass die Gemeinde ihren Charakter als öffentliche Einrichtung verloren habe und in einen Familienbetrieb umgewandelt worden sei. Ada behauptete, dass der Bruder sowie einige Cousins des Leiters der Gemeindeverwaltung, Ahmet Gümüştekin, und der Sohn der leiblichen Schwester des Leiters für Finanzdienstleistungen, Mirze Urkun, in den Gemeindedienst aufgenommen wurden. Zudem wurde behauptet, dass Personen, die denselben Nachnamen wie Kommissionsmitglieder tragen, ohne Prüfung eingestellt wurden.

Ada argumentierte, dass diese Praktiken gegen das türkische Strafgesetzbuch und den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung verstießen. Er erklärte, dass die Vorwürfe als Amtsmissbrauch und Behinderung des Rechts auf Zugang zum öffentlichen Dienst bewertet werden müssten.

CHP fordert Ermittlungen

Im weiteren Verlauf der Erklärung wurde betont, dass die mutmaßlichen Praktiken in der Gemeinde Tuzluca untersucht werden müssten. Ada, der im Namen der CHP-Provinzorganisation Iğdır sprach, betonte, dass öffentliche Einrichtungen nicht für die Nutzung durch bestimmte Personen oder Gruppen reserviert werden dürften.

Botschaft: „Wir werden die Angelegenheit verfolgen“

Es wurde erklärt, dass die CHP-Provinzorganisation Iğdır die mutmaßlichen Rechtswidrigkeiten weiter verfolgen werde. In der Erklärung wurde betont, dass die Gemeinde Tuzluca kein privater Bereich einer Person oder Gruppe sei und im Sinne des öffentlichen Interesses verwaltet werden müsse.