Yılmaz Tunç äußert sich zum Prozess um den Mord an Narin Güran
Im Prozess um den grausamen Mord an Narin Güran in Diyarbakır wurden die Mutter Yüksel Güran, der Bruder Enes Güran und der Onkel Salim Güran zu lebenslanger Haft mit erschwerten Bedingungen verurteilt. Der geständige Nevzat Bahtiyar, der die Leiche transportierte, erhielt eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten. Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich zu dem Fall, der die Türkei erschüttert hat: „Wenn die schriftliche Urteilsbegründung veröffentlicht wird, wird jeder das Ergebnis dieses Prozesses vollständig nachvollziehen können.“
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Im Prozess um den Mord an Narin Güran, die im Dorf Tavşantepe im Bezirk Bağlar in Diyarbakır als vermisst gemeldet worden war und deren lebloser Körper 19 Tage später gefunden wurde, ist ein Urteil ergangen.
Der Onkel Salim, die Mutter Yüksel und der Bruder Enes Güran wurden wegen „vorsätzlicher Tötung eines Kindes in Mittäterschaft“ zu lebenslanger Haft mit erschwerten Bedingungen verurteilt.
Gegen Nevzat Bahtiyar, für den die Staatsanwaltschaft im Plädoyer das gleiche Strafmaß gefordert hatte, wurde wegen „Vernichtung, Verbergung oder Veränderung von Beweismitteln“ eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verhängt.
Obwohl das Urteil im Prozess verkündet wurde, konnte bisher nicht geklärt werden, wer die 8-jährige Narin aus welchem Grund getötet hat.
„DIE ERMITTLUNGEN WURDEN TRANSPARENT GEFÜHRT“
Justizminister Yılmaz Tunç gab Erklärungen zum Prozess um den Mord an Narin Güran ab.
Gegenüber der regierungsnahen Zeitung Sabah betonte Tunç, dass die Ermittlungen zum Mord akribisch geführt wurden: „Während der gesamten Ermittlungen wurden alle Beweise gesammelt. Jede Art von Beweismitteln wie DNA-Tests, Kameraaufzeichnungen und HTS-Daten wurden verwendet. Die hervorgebrachten Beweise haben die Schuld der Angeklagten klar belegt.“
In Bezug auf das Urteil des Gerichts sagte Minister Tunç: „Dieses Urteil hat das Gewissen unserer Nation beruhigt. Wir hoffen, dass nach der Veröffentlichung der schriftlichen Urteilsbegründung einige Diskussionen in der Öffentlichkeit ein Ende finden werden. In der Urteilsbegründung wird deutlicher zu sehen sein, welche Beweise welche Anschuldigungen stützen.“
Minister Tunç betonte, dass der Prozess in zwei Verhandlungsterminen und ohne Verzögerung abgeschlossen wurde: „Der Eindruck, den wir aus der Öffentlichkeit gewonnen haben, ist, dass das Gericht das Verfahren erfolgreich geführt hat und das Urteil, das ohne Verzögerung gefällt wurde, ein Fall ist, in dem der Gerechtigkeit Genüge getan wurde.“
AKTUELLER STAND ZUR ERMITTLUNG WEGEN BEWEISMITTELVERNICHTUNG
Tunç erklärte, dass im Fall des Mordes an Narin Güran eine weitere Ermittlung wegen Beweismittelvernichtung andauert: „Die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır führt ein separates Ermittlungsverfahren wegen Beweismittelvernichtung. In diesem Verfahren wurden bisher 8 Personen festgenommen. Nach Abschluss der Ermittlungen wird auch in dieser Angelegenheit die erforderliche Anklageschrift erstellt.“
Minister Tunç teilte auch Informationen zur sogenannten „eingeschränkten Funkzellenabfrage“ (Daraltılmış Baz Uygulaması) mit: „Die eingeschränkte Analyse ist ein System, das in den letzten Jahren angewendet wird. Andere Beweise können angefochten werden, aber wenn festgestellt wird, dass diese Methode mit wissenschaftlichen Beweisen und wissenschaftlichen Methoden durchgeführt wurde, berücksichtigt das Gericht diese Feststellungen ebenfalls. Basierend auf HTS-Aufzeichnungen gibt es bestimmte wissenschaftliche Daten, die darauf abzielen, die Standorte von Personen in der engsten Distanz zu bestimmen. Diese Daten behalten ihre Gültigkeit, solange sie nicht durch andere Beweise gleichen Wertes entkräftet werden können. Zudem werden die vom Gericht zugrunde gelegten Beweise, wie DNA-Bestimmungen und Aussagen, zusammen mit all diesen Daten aus der Ermittlungsphase bewertet, um zu einem Ergebnis zu gelangen.“