Zensur von Kırmızı Kedi-Büchern durch AKP-geführte Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung von Erzurum hat auf der 6. Buchmesse in Ostanatolien (Erzurum) das Ausstellen einiger Bücher des Verlags Kırmızı Kedi mit der Begründung untersagt, diese enthielten politische Inhalte.

12punto

Es wurde bekannt, dass auf der 6. Buchmesse in Ostanatolien (Erzurum), die am 17. Mai eröffnet wird, das Ausstellen einiger Bücher des Verlags Kırmızı Kedi untersagt wurde.

Die Stadtverwaltung von Erzurum hat für Bücher des Verlags Kırmızı Kedi,  die von bestimmten Autoren stammen, ein Verbot für das Messegelände erlassen, da diese Werke politische Inhalte aufwiesen.

Wie zu erfahren war, wurde diese Entscheidung auf Anweisung des Bürgermeisters von Erzurum, Mehmet Sekmen, getroffen.

 Adnan Atalay, der Bürgermeisterkandidat der CHP für den Bezirk Yakutiye, kritisierte diesen Umstand mit folgendem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto:

"Wir wurden zur Buchmesse eingeladen, die von der Stadtverwaltung organisiert wird. Doch man teilte uns mit, dass man die Werke des Verlags Kırmızı Kedi an unserem Stand nicht wünsche. Daraufhin haben wir uns von der Buchmesse zurückgezogen."

 

Haluk Hepkon, Inhaber des Verlags Kırmızı Kedi: 'Die Grenzen ihrer Vorstellung von Entspannung sind genau hier erreicht'

Haluk Hepkon, Inhaber des Verlags Kırmızı Kedi, äußerte sich zu dem Vorfall auf seinem Social-Media-Account wie folgt: 

"Den Namen des Bürgermeisters von Erzurum hatten wir bereits früher gehört, als er den Steinwurf-Angriff auf die Wahlkampfveranstaltung von Ekrem İmamoğlu verteidigte. Nun soll verhindert werden, dass die Autoren und Bücher von Kırmızı Kedi ihre Leser erreichen. Die Grenzen ihrer sogenannten 'Entspannung' sind genau hier erreicht. Heute verhindern sie, dass Bücher die Leser erreichen, morgen würden sie, wenn sie könnten, auch deren Veröffentlichung verbieten. Die Unterstützung unserer Leser und Autoren gibt uns Kraft. Es ist nicht nur Kırmızı Kedi, das verboten werden soll. Wir protestieren gegen diese Tyrannei und diesen bücherfeindlichen Fanatismus...