Zülfü Livanelis Kommentar zu Gemeindekonzerten: 'Die Grenze des Anstands sollte nicht überschritten werden'

Der Künstler Zülfü Livaneli hat sich mit einem Social-Media-Beitrag in die Debatte um Gemeindekonzerte und hohe Gagen eingeschaltet. Livaneli erklärte: 'Konzertgagen sollten die Grenzen des Anstands nicht überschreiten.'

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Der Künstler und Autor Zülfü Livaneli hat einen Teil seiner Kolumne aus der Zeitung Oksijen auf seinem Social-Media-Account geteilt und damit auf die Debatte um Gemeindekonzerte und hohe Gagen aufmerksam gemacht.

Livaneli äußerte sich wie folgt: "In den letzten Tagen sind einige Gemeinden aufgrund der hohen, im Raum stehenden Konzertgagen in eine schwierige Lage geraten. Manche sind sogar so weit gegangen, zu fordern, dass 'Konzerte in der gesamten Türkei verboten werden sollten'. Gibt es denn kein vernünftiges Maß für diese Angelegenheit?"

KONZERTE KÖNNTEN KOSTENLOS SEIN

Livaneli betonte, dass es normal sei, dass Künstler, die bei öffentlichen Konzerten auftreten, eine Gage erhalten, diese jedoch die Grenzen des Anstands nicht überschreiten dürfe, und verwies auf Solidaritätskonzerte, die er in der Vergangenheit gegeben hatte.

Der Künstler erklärte, dass er für die fünf Konzerte, die er während der Amtszeit von Murat Karayalçın auf dem Ankara-Hippodrom gab, sowie für die von der Gemeinde Çankaya organisierten Anıttepe-Konzerte keinerlei Gage verlangt habe. Zudem habe er bei Hilfskonzerten für Erdbebenopfer gemeinsam mit vielen ausländischen Künstlern ohne jegliche finanzielle Erwartungen auf der Bühne gestanden.

Livaneli fügte hinzu, dass er während der Pandemie die Einnahmen aus Ticketkonzerten an verschiedene Nichtregierungsorganisationen und arbeitslose Musiker gespendet habe: "Ich habe mich nicht damit gebrüstet, es war für meinen inneren Frieden notwendig", sagte er.

WOHIN HABEN IDEOLOGISCHE VERBLENDUNGEN DIE MENSCHEN GETRIEBEN?

Livaneli stellte fest, dass sein Name zu Unrecht in die Konzertdebatte hineingezogen werde und schloss seine Ausführungen mit den Worten: "Obwohl ich gar keine Konzerte gebe und dies auch erklärt habe, beobachte ich mit Erstaunen diejenigen, die meinen Namen in diese Angelegenheiten verwickeln. Wohin haben ideologische Verblendungen die Menschen getrieben?"