Zwei Lehrer in Mersin wegen 'Behinderung religiöser Erziehung' verurteilt
In Mersin wurde gegen zwei Lehrer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil sie angeblich die durch das Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet) angebotene religiöse Erziehung behindert haben sollen.
12punto
Gegen die am Mersin İsa Öner Anadolu Lisesi tätigen Lehrkräfte Esin Azize Sor und Ali Doğan wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, da sie im Rahmen des ÇEDES-Projekts Einfluss auf die Schüler genommen haben sollen.
Das auf Anweisung des Leiters der Bildungsbehörde des Bezirks Akdeniz, Adem Şimşek, eingeleitete Verfahren führte dazu, dass die Lehrer wegen des Vorwurfs der "versuchten Behinderung religiöser Erziehung" vor den Disziplinarausschuss geladen wurden.
ENTSCHEIDUNG DES DISZIPLINARAUSSCHUSSES UND VERTEIDIGUNG
Der unter dem Vorsitz des Leiters des Disziplinarausschusses der Bildungsbehörde der Provinz Mersin, Ahmet Çırakoğlu, und der Leiterin der Bildungsbehörde der Provinz Mersin, Fazilet Durmuş, tagende Ausschuss entschied, die Lehrer zu bestrafen, da sie die religiöse Erziehung, die durch das Diyanet über die Provinz- oder Bezirksmuftiate erteilt werden sollte, behindert hätten.
Es wurde darauf hingewiesen, dass die Lehrer beschuldigt wurden, obwohl sie die Schüler lediglich darüber informiert hatten, dass die Zustimmung der Eltern eingeholt werden müsse.
Die Lehrer verteidigten sich mit den Worten: "Wir haben die Schüler im Saal darüber informiert, dass die Zustimmung der Eltern eingeholt werden muss. Dies war eine gut gemeinte Handlung, um Spannungen zwischen der Nachbarschaft und der Schulleitung zu vermeiden."
EINSPRUCH GEGEN DAS URTEIL EINGELEGT
Der Disziplinarausschuss verhängte gegen beide Lehrer eine Gehaltskürzung von 1/30. Der Vertreter der Bildungsgewerkschaft Eğitim İş, Ahmet Karaman, legte gegen die Entscheidung Einspruch ein und wandte sich an das Verwaltungsgericht. Trotz der Einsprüche wurden die Lehrer jedoch bestraft.
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