Zweimaliger MHP-Parlamentskandidat wegen FETÖ-Verbindungen verhaftet
Es wurde bekannt, dass der pensionierte Unteroffizier Mustafa Çintaş, der in der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) politisch aktiv war und bei den Wahlen 2015 sowie 2023 als Parlamentskandidat für Izmir antrat, ein sogenannter „FETÖ-Betreuer“ (FETÖ abisi) sein soll und verhaftet wurde.
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Es wurde bekannt gegeben, dass Haftbefehle gegen 16 Verdächtige erlassen wurden, darunter 14 ehemalige Militärangehörige, deren Verbindung zu den türkischen Streitkräften (TSK) bereits zuvor gelöst worden war, sowie zwei „geheime Imame“. Ihnen wird vorgeworfen, über Festnetzanschlüsse mit den sogenannten zivilen Imamen der Organisation kommuniziert zu haben.
Eine der Personen, die nach der Operation verhaftet wurden, war Mustafa Çintaş, der im Rang eines Unteroffiziers in den Ruhestand getreten war.
Çintaş war bei den Parlamentswahlen 2015 und 2023 der 13. Kandidat auf der Liste der MHP für den 2. Wahlbezirk von Izmir.
Tolga Şardan von T24 hat über diese Operation berichtet. Hier sind einige Auszüge aus Şardans Artikel:
"In die Ermittlungen gegen Çintaş floss, wie in ähnlichen Fällen, ein Sonderbericht der MASAK (Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrat) ein.
Es wurde berichtet, dass der als FETÖ-Verdächtiger geführte pensionierte Unteroffizier sieben separate Konten bei der FETÖ-nahen Bank Asya unterhielt, wobei die Prüfung ergab, dass alle Transaktionen im Rahmen routinemäßiger Bankgeschäfte lagen.
Doch derselbe Bericht enthält eine weitere Feststellung:
'Die Eröffnung eines TL-Beteiligungskontos in Höhe von 100.000 TL, die Eröffnung eines Devisenterminkontos in Höhe von 7.000 USD sowie die Einzahlung von 26,23 Gramm Gold aus privatem Besitz in das Bankensystem durch eine Person im Status eines pensionierten Staatsbediensteten erwecken den Eindruck, dass das gesamte Finanzvermögen bei der betreffenden Bank konzentriert wurde und die Person dem Aufruf des FETÖ-Anführers folgte.'
... Dieselbe Person trat auch bei den Parlamentswahlen 2015 im selben Wahlkreis an, um für die MHP ins Parlament einzuziehen.
... Sollten sie behaupten, 'Wir wussten von nichts', so befinden sich in der Ermittlungsakte Schreiben, die der türkische Geheimdienst MİT persönlich an die Staatsanwaltschaft bezüglich Çintaş gesandt hat.
Der MİT hat drei separate Berichte über Çintaş erstellt, einer datiert auf August 2017, zwei auf September 2017.
In dem Schreiben des MİT vom August 2017 wird sogar erklärt, dass Çintaş bei einer Firma, die auf Anweisung des FETÖ-Anführers Fetullah Gülen gegründet wurde, zeichnungsberechtigt war und dass der Firmeninhaber gleichzeitig Kontakt zu Mustafa Arslan hatte, der für die Landstreitkräfte der FETÖ verantwortlich war und von dem bekannt ist, dass er Kontakt zu Adil Öksüz hatte, dem mutmaßlichen TSK-Imam der FETÖ..."