Zweite Verhandlung im Prozess zur Kartalkaya-Katastrophe: 32 Angeklagte, davon 19 in Haft
Im Prozess um den Brand im Grand Kartal Hotel im Skigebiet Kartalkaya in Bolu, bei dem am 21. Januar 78 Menschen ums Leben kamen und 133 verletzt wurden, hat die zweite Verhandlung begonnen. Insgesamt sind 32 Personen angeklagt, 19 davon befinden sich in Untersuchungshaft.
İHA
Die erste Anhörung im Prozess um die Brandkatastrophe im Grand Kartal Hotel in Kartalkaya, bei der 78 Menschen starben und 133 verletzt wurden, hatte am 7. Juli in der Sporthalle des Bolu-Gymnasiums für Sozialwissenschaften begonnen. Während der Verhandlungen wurden über 10 Tage hinweg die Verteidigungsreden der Angeklagten sowie die Aussagen der Geschädigten aufgenommen.
In einem am 17. Juli verkündeten Zwischenbeschluss ordnete das Gericht die Verhaftung des Feuerwehrmanns İrfan Acar an, der zuvor unter Hausarrest stand, und verfügte die Freilassung des inhaftierten Kochgehilfen Faysal Yaver unter Auflagen. Zudem wurde gegen die bisher auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten İbrahim Polat, İsmail Karagöz, Yiğithan Burak Çetin und Ali Ağaoğlu ein vierwöchiger Hausarrest verhängt.
Unterdessen hat der Staatsanwalt in dem Verfahren zu der Brandkatastrophe sein Plädoyer bei Gericht eingereicht. In dem Plädoyer wurde für sieben Angeklagte, darunter Hotelmanager und städtische Bedienstete, die Bestrafung wegen „Tötung mit bedingtem Vorsatz“ in 78 Fällen sowie wegen „Verletzung mit bedingtem Vorsatz“ gegenüber einer Vielzahl von Personen gefordert.
Zweite Verhandlung im Prozess um die Katastrophe mit 32 Angeklagten hat begonnen
Die zweite Anhörung der 32 Angeklagten, von denen 19 inhaftiert sind, begann in der Sporthalle des Bolu-Gymnasiums für Sozialwissenschaften. An der Verhandlung nahmen die inhaftierten und auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten, die Kläger, Angehörige der Brandopfer sowie die Anwälte der Parteien teil. Nach der Protokollierung der eingegangenen Dokumente wurde die Verhandlung eröffnet. Durch eine zusammengeführte Anklageschrift wurden vier weitere Kläger in das Verfahren aufgenommen.