Zweite Welle bei den Ermittlungen zum Neugeborenen-Skandal: 14 weitere Personen festgenommen
Im Rahmen der Ermittlungen gegen die sogenannte „Neugeborenen-Bande“ wurde eine zweite operative Welle eingeleitet. 14 weitere Verdächtige wurden festgenommen. Unter den Festgenommenen befinden sich laut Berichten 5 Ärzte, 3 Krankenschwestern, 5 medizinische Fachkräfte und 1 Zivilperson.
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In Istanbul wurde im Rahmen der Ermittlungen gegen eine Bande, die beschuldigt wird, durch Vernachlässigung in Privatkliniken den Tod von Neugeborenen verursacht zu haben, eine neue Operation durchgeführt.
Bei der heutigen Operation wurden 14 Personen, darunter Ärzte und Krankenschwestern, festgenommen.
Da die Kapazität des Saals des 22. Schwurgerichts von Bakırköy nicht ausreicht, findet die Verhandlung im Konferenzsaal statt.
47 ANGEKLAGTE NAHMEN AN DER VERHANDLUNG TEIL
Fırat Sarı und İlker Gönen sowie insgesamt 47 Angeklagte, von denen 22 inhaftiert sind, nahmen an der Verhandlung teil. Einige nicht inhaftierte Angeklagte und die Anwälte der Parteien waren im Saal anwesend. Bisher wurden die Verteidigungsreden der 47 Angeklagten, von denen 22 inhaftiert sind, entgegengenommen. Die Verhandlung begann gegen 10.30 Uhr mit den Plädoyers der Anwälte der Angeklagten zu den Anträgen auf Teilnahme und Haft.
Es wurde festgestellt, dass das Präsidium der Sozialversicherungsanstalt (SGK) für in Privatkliniken behandelte Säuglinge eine tägliche Zahlung von 8.000 TL leistete, weshalb Krankenhausmitarbeiter die Babys, die eigentlich genesen waren und hätten entlassen werden müssen, weiterhin im Krankenhaus behielten.
Darüber hinaus wurde ermittelt, dass die in den Intensivstationen rund um die Uhr vorgeschriebenen Ärzte aus Kostengründen nicht vor Ort waren und lediglich in den offiziellen Unterlagen als diensthabend geführt wurden, während sich die Ärzte bei einer Verschlechterung des Zustands der Babys an anderen Orten aufhielten.
KOMMUNIKATION IN NOTFÄLLEN PER TELEFON
Es kam zudem ans Licht, dass auf den Intensivstationen Krankenschwestern eingesetzt wurden, die sich in Notfällen telefonisch Anweisungen gaben, welche medizinischen Eingriffe vorzunehmen seien, und dass sich die Krankenschwestern gegenüber Angehörigen als Ärzte ausgaben, wenn diese ein Gespräch mit einem Arzt wünschten.
Außerdem wurde festgestellt, dass die täglichen Epikrisenberichte der Babys wahrheitswidrig erstellt und meist nicht von Ärzten, sondern von Krankenschwestern oder Pflegepersonal verfasst wurden.
14 VERDÄCHTIGE FESTGENOMMEN
Es wurde bekannt, dass die diensthabenden Ärzte bei einer Verschlechterung des Zustands der auf den Intensivstationen liegenden Babys nicht in die Klinik kamen, was in der Folge zum Tod der Säuglinge führte.
In diesem Zusammenhang wurden bei einer koordinierten Operation am 4. Dezember 2024 14 Verdächtige festgenommen, darunter 5 Ärzte, 3 Krankenschwestern, 5 medizinische Fachkräfte und 1 Zivilperson. Digitale Datenträger im Besitz der Verdächtigen wurden beschlagnahmt.
2 VERDÄCHTIGE FLÜCHTIG
Während 14 der 16 Verdächtigen festgenommen wurden, wurde angegeben, dass sich eine Person im Ausland auf der Flucht befindet und eine weitere Person im Ausland gesucht wird.