Zweiter Fall Seçil Erzan: Mitarbeiter einer öffentlichen Bank sammelte 100 Millionen Dollar mit dem Versprechen hoher Gewinne
Während der Betrugsprozess um die ehemalige Filialleiterin der Denizbank, Seçil Erzan, die unter dem Namen „Fatih-Terim-Fonds“ mit dem Versprechen hoher Gewinne Gelder von zahlreichen Personen aus der Fußball- und Geschäftswelt eingesammelt hatte, noch andauert, ist ein neuer Betrugsfall bekannt geworden.
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Es wird behauptet, dass Ümit G., ein Mitarbeiter einer öffentlichen Bank in Istanbul-Kadıköy, von Hunderten von Menschen, darunter auch seinen eigenen Verwandten, mit dem Versprechen hoher Gewinne fast 100 Millionen Dollar eingesammelt hat.
Wie aus einem Bericht der Cumhuriyet hervorgeht, wurde trotz der Tatsache, dass der Fall vor 1,5 Jahren vor Gericht gebracht wurde, noch keine Anklageschrift erstellt.
"ANFANGS HAT ER UNSERE ZAHLUNGEN REGELMÄSSIG GETÄTIGT"
İbrahim Sabur, der behauptet, um etwa 1 Million Dollar betrogen worden zu sein, sagte: “Wir kannten ihn und seine Familie. Anfangs hat er unsere Zahlungen regelmäßig getätigt. Wir waren als Verwandte und Bekannte von Ümit in das System eingestiegen. Wir überwiesen das Geld auf sein Konto, und er zahlte es uns als ‚Schuldenrückzahlung‘ zurück. Später hat er einen Geldfluss zwischen den Personen ermöglicht, die an diesem System beteiligt waren. Im November 2021 sagte er, das Geld sei auf dem Konto, aber die Bank habe das Konto wegen zu vieler Transaktionen eingefroren. Am 6. Mai 2022 haben drei Personen Anzeige gegen ihn erstattet. Im August wurde er festgenommen. In seiner Aussage behauptete er, wir hätten den Betrug begangen. Danach wurde er von der diensthabenden Staatsanwaltschaft wieder freigelassen. Obwohl wir viele Dokumente haben, finden wir seine Freilassung merkwürdig.”
"ES GIBT KEINE INFORMATIONEN DARÜBER, WO ER SICH AKTUELL AUFHÄLT"
Rechtsanwalt Abdullah Bişaroğlu erklärte: “Trotz der Anzeigen und der Aussage des Verdächtigen gab es seit anderthalb Jahren keine Entwicklung in der Akte. Nachdem der Vorfall in die Presse gelangt war, haben wir erfahren, dass die Akte an einen Sachverständigen geschickt wurde. Es gibt derzeit keine Informationen darüber, wo er sich aufhält. Zudem gibt es keine Fortschritte in der Akte. Es wurde auch noch keine Anklageschrift zu dem Thema vorbereitet.”