Automobilsektor verzeichnete 2023 Rekorddefizit

Das Jahr 2023 war für den türkischen Automobilsektor ein Jahr der Rekorde auf dem Binnenmarkt. An der Außenhandelsfront sieht die Lage jedoch alles andere als erfreulich aus. Der Sektor verzeichnete 2023 ein Rekorddefizit.

12punto

Im Jahr 2023 erzielte der türkische Automobilsektor zwar Rekordverkäufe auf dem Binnenmarkt, durchlebte jedoch eine schwierige Phase im Außenhandel. Bei der Betrachtung der Import- und Exportzahlen zeigt sich, dass der Sektor ein Handelsdefizit in Rekordhöhe aufweist.

Laut den von EBS Danışmanlık veröffentlichten Daten exportierte der türkische Automobilsektor im Jahr 2023 Waren im Wert von 11 Milliarden 54 Millionen US-Dollar, während die Importe 17 Milliarden 524 Millionen US-Dollar erreichten. Damit verzeichnete der Sektor im Jahr 2023 ein Handelsdefizit von 6,5 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr hatte der Sektor noch einen Überschuss von 1,46 Milliarden US-Dollar erzielt.

Das Land, aus dem die meisten Autos importiert wurden, war Deutschland; die Türkei importierte aus diesem Land Autos im Wert von 4,3 Milliarden US-Dollar. Auf Deutschland folgten Spanien, Frankreich, China und Tschechien.

Andererseits war Frankreich das Land, in das die meisten Autos exportiert wurden, womit Einnahmen in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar erzielt wurden. Auf Frankreich folgten Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich und Polen.

Die Länder mit den meisten Exporten:

Frankreich: 2,1 Milliarden US-Dollar

Italien: 1,1 Milliarden US-Dollar

Spanien: 1,1 Milliarden US-Dollar

Vereinigtes Königreich: 1,1 Milliarden US-Dollar

Polen: 837 Millionen US-Dollar

Die Länder mit den meisten Importen:

Deutschland: 4,3 Milliarden US-Dollar

Spanien: 3,5 Milliarden US-Dollar

Frankreich: 1,8 Milliarden US-Dollar

China: 1,2 Milliarden US-Dollar

Tschechien: 1 Milliarde US-Dollar

Insbesondere der bemerkenswerte Anstieg der Importe aus China um über 600 Prozent unterstreicht die wachsende Bedeutung Chinas in diesem Sektor erneut.