Bildschirm schaltet plötzlich ab: Mercedes ruft 144.000 Autos zurück

Aufgrund eines Problems mit den digitalen Bildschirmen hat Mercedes-Benz weltweit zahlreiche Fahrzeuge der Modelljahre 2024-2026 in die Werkstätten zurückgerufen. Das Unternehmen führt einen umfassenden Rückrufprozess für einen Softwarefehler durch, der die Fahrsicherheit gefährden könnte.

12punto

Der deutsche Automobilhersteller Mercedes-Benz hat beschlossen, weltweit 144.000 Fahrzeuge aufgrund eines kritischen Softwarefehlers in den Infotainment-Systemen in die Werkstätten zurückzurufen. Hintergrund der Entscheidung ist die Feststellung von Fehlfunktionen wie unerwarteten Neustarts der Multimedia-Bildschirme und dem plötzlichen Schwarzwerden des Displays während der Fahrt. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die technischen Störungen bei diesen neuen Modellen, bei denen viele Kontrollen und Fahrdaten über den digitalen Bildschirm gesteuert werden, die Sicherheit der Fahrer beeinträchtigen könnten.

Expertenmeinungen zufolge kann das plötzliche Abschalten des Bildschirms während der Fahrt zu einer Ablenkung des Fahrers führen, was wiederum einen Kontrollverlust zur Folge haben könnte. Es besteht die Sorge, dass solche Situationen Unfälle verursachen könnten.

In der Erklärung wurde angegeben, dass der Rückruf insbesondere viele beliebte Mercedes-Modelle umfasst, die zwischen 2024 und 2026 produziert wurden. Neben dem AMG GT, der C-Klasse, der E-Klasse, der SL-Klasse, der CLE-Klasse und der GLC-Klasse wurde auch das leistungsorientierte Modell C63 S E Performance in diese Liste aufgenommen.

Das Unternehmen erklärte, dass es seit letztem Jahr versucht habe, das Problem durch Fernaktualisierungen zu lösen, das Problem jedoch nicht bei allen Fahrzeugen vollständig behoben werden konnte. Aus diesem Grund wurde für die betroffenen Modelle ein physischer Werkstattbesuch angeordnet. Mercedes-Benz betonte, dass bisher keine Verkehrsunfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem aufgetretenen Fehler gemeldet wurden, empfahl den Kunden jedoch, sich so schnell wie möglich mit einer Vertragswerkstatt in Verbindung zu setzen.

Unternehmensvertreter geben an, dass die Probleme bei der großen Mehrheit der zurückgerufenen Fahrzeuge durch die aktualisierte Software gelöst wurden; bei den verbleibenden Fahrzeugen sei das Ziel, durch eine Überprüfung ähnliche Risiken vollständig auszuschließen.