Große Umstrukturierung beim Automobilriesen: 50.000 Stellenstreichungen und Halbierung der Modellpalette

Der Aufsichtsrat des deutschen Automobilherstellers Volkswagen hat einen Spar- und Umstrukturierungsplan genehmigt, der weltweit 50.000 Mitarbeiter betreffen wird.

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Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen leitet einen umfassenden globalen Umstrukturierungsprozess ein. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat den Plan, der die Entlassung von 50.000 Mitarbeitern vorsieht, einstimmig gebilligt.

Es wurde darauf hingewiesen, dass die Entscheidung etwa 8 Prozent der weltweiten Belegschaft von Volkswagen, die rund 650.000 Menschen umfasst, direkt betreffen wird. Im Rahmen des genehmigten „Zukunftsplans“ werden auch bedeutende Änderungen an der Produktions- und Modellstrategie des Unternehmens vorgenommen.

Im Einklang mit diesem Plan ist vorgesehen, das Fahrzeugportfolio bis zum Jahr 2035 um 50 Prozent zu reduzieren. Die Verkleinerung des globalen industriellen Fußabdrucks des Unternehmens sowie die Verringerung der Modellvielfalt gehören zu den Hauptpunkten des Sparprogramms.

Volkswagen-CEO Oliver Blume kündigte an, dass in den kommenden Jahren Hunderte Milliarden Euro investiert werden sollen, um die Marken wettbewerbsfähiger zu machen. Als Gründe für die Entscheidung des Unternehmens wurden die Absatzverluste auf einem der wichtigsten Märkte, China, sowie der Rückgang des Nachsteuergewinns um 30 Prozent in der ersten Jahreshälfte genannt.

Volkswagen hatte bereits zuvor beschlossen, im Jahr 2024 insgesamt 35.000 Stellen abzubauen. Es wird vermutet, dass der gesamte Stellenabbau mit dem neuen Paket 100.000 Personen erreichen könnte. Mit der Verabschiedung des Plans durch den Aufsichtsrat wird zudem eingeschätzt, dass eine mögliche Krise bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zwischen den Aktionärsfamilien Porsche und Piëch sowie dem Management abgewendet wurde.