Mercedes plant Schließung von zwei Werken

Der deutsche Automobilriese Mercedes strebt Einsparungen bei den Arbeitskosten in Deutschland von bis zu 800 Millionen Euro an; Berichten zufolge steht die Zukunft von zwei Standorten zur Debatte.

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Der wachsende Kostendruck in der deutschen Automobilindustrie veranlasst das Management von Mercedes-Benz dazu, die Produktionsstruktur in Deutschland neu zu bewerten. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, prüft das Unternehmen Optionen, um bei den Arbeitskosten bis zu 800 Millionen Euro einzusparen und so die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Standorte zu sichern.

Dem Bericht zufolge bestätigten drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen das Ziel des Mercedes-Managements, die Kosten in Deutschland zu senken. Zu den diskutierten Punkten gehören die Erhöhung der Arbeitszeiten, die Kürzung oder Streichung bestimmter Sonderzahlungen sowie eine effizientere Nutzung der Produktionskapazitäten.

ARBEITSZEIT UND SONDERZAHLUNGEN STEHEN ZUR DEBATTE

Einer der bemerkenswertesten Aspekte des Plans ist die Möglichkeit, die wöchentliche Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden zu erhöhen, ohne dabei die Löhne anzupassen. Zudem werden Kürzungen beim Jahresurlaub und bei Weihnachtsgeldern oder die vollständige Streichung bestimmter Sonderzahlungen als Optionen in Betracht gezogen.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Suche nach Einsparungen auch auf die Produktionsstätten auswirken könnte. Wie berichtet wurde, sagte Michael Schiebe, Vorstandsmitglied für Produktion bei Mercedes-Benz, bei einer Betriebsversammlung in Sindelfingen, dass im Falle einer unzureichenden Kostensenkung die Schließung eines Pkw-Werks sowie eines Werks für Antriebskomponenten in Betracht gezogen werden könnte.

Das vorrangige Ziel der Unternehmensführung sei es, die Produktion in Deutschland so weit wie möglich zu erhalten. Dennoch wird auch die Verlagerung begrenzter Produktionskapazitäten in ausländische Werke als Möglichkeit in Betracht gezogen.

Auch die Investitionen von Mercedes in das Werk im ungarischen Kecskemét fallen in diesem Prozess auf. Es wird darauf hingewiesen, dass die jährliche Produktionskapazität dieses Werks auf etwa 400.000 Fahrzeuge erhöht wurde, was als Teil des Strebens des Unternehmens nach kostengünstigerer Produktion gewertet wird.