Neu gekaufter Hyundai Tucson bei Gutachten als nachlackiert entlarvt: Anwältin fordert Fahrzeugtausch
Die in Yalova lebende Anwältin Gizem Gülsen Günaştı fordert einen Austausch für das Neufahrzeug, für das sie 2 Millionen 385 Tausend Lira bezahlt hat.
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Die in Yalova lebende Anwältin Gizem Gülsen Günaştı brachte ihren am 8. Juli für 2 Millionen 385 Tausend Lira erworbenen neuen Hyundai Tucson unmittelbar nach der Übergabe zu einem Gutachter. Günaştı erklärte, dass im Gutachten eine „Demontage-Montage-Einstellung“ an der Motorhaube sowie eine im Vergleich zu anderen Bereichen höhere Lackschichtdicke festgestellt wurde, und forderte den Austausch des Fahrzeugs gegen ein neues Exemplar.
Günaştı gab an, dass ihr vor dem Kauf des Neuwagens bei einem anderen Händler mitgeteilt worden sei, dass ein baugleiches Fahrzeug einen werksseitigen Lackfehler am hinteren Kotflügel aufweise, weshalb sie vom Kauf dieses Wagens abgesehen habe. Bei dem Händler, bei dem sie schließlich kaufte, habe sie ausdrücklich ein einwandfreies Fahrzeug verlangt und die Zusicherung erhalten, dass der Wagen fehlerfrei sei.
Günaştı schilderte, dass sie das Fahrzeug direkt nach der Übernahme zum Gutachter gebracht habe und vom Ergebnis des Berichts zutiefst überrascht gewesen sei. Günaştı sagte: „Ich hatte bereits bei einem anderen Händler vom Kauf abgesehen, weil ich sagte, dass ich einen Neuwagen kaufe und dieser einwandfrei sein soll. Ich habe ausdrücklich betont, dass ich ein makelloses Fahrzeug möchte. Man sagte mir, sie hätten ein einwandfreies Fahrzeug vorrätig. Unmittelbar nach dem Kauf brachte ich den Wagen zum Gutachter. Ich war schockiert über das Ergebnis.“
AUSTAUSCHWUNSCH ABGELEHNT
Nach Erhalt des Gutachtens habe sie das Fahrzeug zum Händler nach Bursa zurückgebracht, wo ihr Wunsch nach einem Austausch jedoch abgelehnt worden sei. Günaştı berichtete, dass sie zunächst die Antwort „Wir wussten das auch nicht“ erhalten habe und betonte, dass sie als Verbraucherin ihre gesetzlichen Wahlrechte ausüben wolle.
Günaştı äußerte ihre Sorge vor einem späteren Wertverlust des Fahrzeugs: „Wenn ich diesen Wagen nächstes Jahr verkaufen möchte, will ich dem Käufer nicht erklären müssen, warum an der Motorhaube Demontage- und Montagearbeiten durchgeführt wurden. Der Grund, warum ich einen Neuwagen kaufe, war gerade, ihn lange Zeit ohne Sorgen über Mängel oder Wertverlust nutzen zu können.“
Günaştı erklärte, dass ihr bei einem anderen Händler ein Fahrzeug für 2 Millionen 320 Tausend Lira angeboten worden sei, bei dem ein werksseitiger Lackfehler am hinteren Kotflügel bekannt war, sie sich jedoch bewusst für einen höheren Preis entschieden habe, um ein einwandfreies Fahrzeug zu erhalten. Sie fügte hinzu, dass ihre Pläne für einen Urlaub mit ihren Zwillingen aufgrund des laufenden Verfahrens storniert wurden und sie sogar die Schutzfolien am Fahrzeug noch nicht entfernt habe.
UNTERNEHMEN: IM RAHMEN DER STANDARDS
Günaştı teilte mit, dass mittlerweile zwei separate Gutachten sowie ein Sachverständigengutachten zum Fahrzeug vorlägen und ein Mediationsverfahren zwischen den Parteien geführt werde, jedoch keine Einigung erzielt werden konnte. Sie betonte, dass ihr Ziel der Austausch gegen ein „gleichwertiges“, also ein einwandfreies neues Fahrzeug sei, und appellierte an das Handelsministerium und die zuständigen Behörden, sich der Angelegenheit mit der nötigen Sensibilität anzunehmen.
Die Verantwortlichen des Hyundai-Händlers erklärten hingegen, dass die an den Schrauben der Motorhaube sichtbare „Demontage-Montage-Einstellung“ auf Anpassungen zurückzuführen sein könnte, die während des Transports und der Auslieferung der Fahrzeuge vorgenommen werden, und dass dies keinen Produktionsfehler oder Mangel darstelle. Die Verantwortlichen verwiesen bezüglich der Lackdicke auf die Produktionsstandards von Hyundai.
In den offiziellen Garantieinformationen von Hyundai Motor Türkei wird angegeben, dass die Lackdicke an allen Außenpaneelen des Fahrzeugs zwischen 50 und 300 Mikron variieren kann. Im Gutachten von Günaştı wurde jedoch festgehalten, dass die Motorhaube zwar „original“ sei, die Schrauben der Motorhaube jedoch eine „Demontage-Montage-Einstellung“ aufwiesen, an den Scharnierverschraubungen Lackierarbeiten durchgeführt wurden und der Mikronwert der Motorhaube bei 140-160 gemessen wurde, während der Rest des Fahrzeugs im Bereich von 75-90 Mikron lag.