Sicherheitsalarm bei Automobilriesen: Zwei Millionen Fahrzeuge zurückgerufen
Führende US-Automobilhersteller rufen aufgrund schwerwiegender Sicherheitsrisiken durch Brems- und technische Defekte rund zwei Millionen Fahrzeuge dringend zurück. Von der Entscheidung sind mehrere Marken betroffen, darunter Ford, Tesla und Fiat Chrysler.
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Zahlreiche in den USA ansässige Automobilhersteller haben aufgrund technischer Mängel in jüngster Zeit eine groß angelegte Rückrufaktion gestartet. Insbesondere bei insgesamt 1,4 Millionen Fahrzeugen der Marken Ford und Lincoln wurde ein Defekt an der Rückfahrkamera festgestellt. Dieser Fehler führt dazu, dass die Sicht des Fahrers bei Rückwärtsmanövern eingeschränkt wird und das Unfallrisiko steigt. Das Unternehmen kündigte an, dass bei bestimmten Modellen, die zwischen 2015 und 2020 produziert wurden, ein kostenloser Austausch vorgenommen wird, da das Kamerasystem dem Nutzer kein klares Bild liefern kann.
Fiat Chrysler hat sich dazu entschlossen, über 291.000 Transporter des Modells ProMaster, die zwischen 2018 und 2026 hergestellt wurden, zurückzurufen. Es wurde darauf hingewiesen, dass das bei diesen Fahrzeugen festgestellte Problem mit dem Motorkühlventilator zu Überhitzung und Brandgefahr führen kann. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) warnte: „Überhitzte Stromkreise bergen ein Brandrisiko“ und wies auf die Ernsthaftigkeit des Problems hin. Fahrzeughalter können sich an den Kundendienst von Chrysler wenden.
Bei Tesla besteht bei rund 64.000 Cybertruck-Modellen die Gefahr, dass andere Verkehrsteilnehmer durch zu helle Frontscheinwerfer geblendet werden. Zudem wird berichtet, dass ein Defekt am Batteriekontaktor bei den neuen Modellen Model 3 und Model Y zu einem Leistungsverlust führen kann. Die NHTSA erklärte, dass dieser Beleuchtungsfehler bei den Cybertrucks gegen geltende Sicherheitsstandards verstößt.
Die jüngsten Ankündigungen beschränken sich nicht nur auf diese drei Unternehmen. Jeep ruft aufgrund eines Fehlers im Computersystem insgesamt über 24.000 Fahrzeuge der Wrangler 4XE-Modelle der Baujahre 2023–2025 zurück. General Motors hat zudem 22.914 Elektro-SUVs der Marken Cadillac und Chevrolet aufgrund von Qualitätsproblemen an der Reifenlauffläche aus Sicherheitsgründen in die Werkstätten zurückgerufen.
Darüber hinaus wurde bekannt gegeben, dass auch beim beliebten Ford-Modell Escape 13.000 Fahrzeuge aufgrund eines Produktionsfehlers am Bremssystem in den Rückruf einbezogen wurden. Dieser Mangel kann den Bremsweg des Fahrzeugs bei Notbremsungen verlängern.
Laut Daten von AutoInsurance.com ist nach Qualitätskontrollen und rückwirkenden Meldungen in den letzten Jahren ein bemerkenswerter Anstieg bei den Fahrzeugrückrufquoten zu verzeichnen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Rückrufe seit 2015 um durchschnittlich 10 Prozent zugenommen haben.