Tesla ruft 2 Millionen Fahrzeuge zurück
Der Elektroauto-Gigant ruft fast alle seine in den USA zugelassenen Fahrzeuge zurück, um eine im Autopilot-System festgestellte Sicherheitslücke zu beheben.
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Tesla hat in den Vereinigten Staaten (USA) über 2 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, nachdem offizielle Stellen Sicherheitsmängel in den Autopilot-Systemen festgestellt hatten.
Diese Zahl entspricht nahezu allen Tesla-Fahrzeugen, die in den Vereinigten Staaten (USA) zugelassen sind. Der Elektroauto-Hersteller, der dem bekannten Unternehmer Elon Musk gehört, wird zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in Fahrzeugen mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen installieren.
Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) untersuchte, ob Tesla ausreichend sicherstellt, dass die Aufmerksamkeit des Fahrers nicht nachlässt, während sich das Fahrzeug im Autopilot-Modus befindet. In den Unterlagen zum Rückruf erklärte Tesla, dass das Autopilot-Softwaresystem "möglicherweise nicht ausreicht, um einen Missbrauch durch den Fahrer zu verhindern und das Unfallrisiko erhöhen könnte".
Die Leiterin der National Highway Traffic Safety Administration, Ann Carlson, erklärte am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus: "Eines der Dinge, die wir festgestellt haben, ist, dass Fahrer nicht immer aufmerksam sind, wenn dieses System eingeschaltet ist." Sie fügte hinzu, dass man sich 2021 zur Einleitung einer Untersuchung entschlossen habe, nachdem weiterhin Berichte über tödliche Unfälle bei der Nutzung des Autopiloten eingegangen waren.
Tesla-Aktien verlieren an Wert
Nach der Nachricht über den Rückruf verloren die Aktien des wertvollsten Automobilherstellers der Welt 3 Prozent an Wert. Während das Autopilot-System von Tesla es Fahrzeugen ermöglicht, innerhalb der Spur zu manövrieren, zu beschleunigen oder zu bremsen, ermöglicht das erweiterte Autopilot-System auch Spurwechsel.
Tesla teilte mit, dass man den Feststellungen der für Verkehrssicherheit zuständigen Bundesbehörde zwar nicht zustimme, aber Updates mit neuen Warnhinweisen bereitstellen werde, um Fahrer bei aktiviertem Autopilot stärker dazu anzuhalten, ihrer Fahrverantwortung nachzukommen. Auf die Frage, ob der Rückruf auch außerhalb der USA durchgeführt werde oder ob weitere Details zu den neuen Maßnahmen bekannt gegeben würden, antwortete das Unternehmen nicht.
Ob die chinesischen Behörden eine ähnliche Rückrufaufforderung in dieser Angelegenheit stellen werden, ist noch unklar. Die Behörden in Deutschland teilten mit, dass sie den Sachverhalt prüfen.