Überraschende Entscheidung eines Automobilriesen: Rückzug vom größten Markt
Die japanische Automobilmarke Nissan beendet ihr sechzigjähriges Abenteuer in Südafrika und hat beschlossen, ihr Werk in Rosslyn an den chinesischen Hersteller Chery Automobile zu übergeben.
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Nissan, das seit rund 60 Jahren auf dem südafrikanischen Markt aktiv ist, hat angekündigt, die Produktion in seinem Montagewerk in Rosslyn nahe Pretoria einzustellen. Im Rahmen seiner weltweiten Umstrukturierungsmaßnahmen hat das Unternehmen eine Vereinbarung zum Verkauf seiner Produktionsstätte in der Region an Chery Automobile getroffen.
Diese Entscheidung ist Teil der Schritte, die Nissan unternimmt, um seine finanziellen Ressourcen effizienter zu nutzen und die operative Effizienz zu steigern.
Unternehmensvertreter begründeten den Schritt mit Engpässen im Cashflow und teilten mit, dass man die lokale Produktion in Südafrika aufgeben und vollständig auf ein Importmodell umstellen werde.
Die Produktion des Nissan Navara, des derzeit einzigen in Rosslyn gefertigten Modells, wird in Kürze eingestellt. Nissan plant, die Nachfrage nach dem Navara und ähnlichen Pickup-Modellen künftig durch Importe aus Thailand zu decken.
ARBEITSSICHERHEIT FÜR DIE BESCHÄFTIGTEN
Während der Prozess der Übergabe des Werks an Chery noch andauert, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen und die finanziellen Details der Transaktion noch nicht vollständig geklärt. Es wurde jedoch mitgeteilt, dass die rund 900 Nissan-Mitarbeiter auch in der neuen Ära unter Beibehaltung ihrer bestehenden Rechte und Konditionen weiterbeschäftigt werden sollen.
Diese Entwicklung steht im Einklang mit der Politik von Nissan, im Rahmen seines globalen Transformationsplans sieben seiner weltweit 17 Werke zu schließen oder zusammenzulegen. Mit dem Verkauf des Werks in Rosslyn endet zudem die seit langem bestehende Unsicherheit über die Zukunft der Anlage.