400 Akademiker waren an unrechtmäßigen Ernennungen beteiligt: YÖK-Vorsitzender äußert sich zum Skandal um gefälschte Diplome
Die Ermittlungen gegen 400 Personen, die sich durch die Ausstellung gefälschter Diplome akademische Titel erschlichen haben, weiten sich aus. Der Vorsitzende des Hochschulrats (YÖK), Prof. Dr. Erol Özvar, erklärte, dass sowohl der YÖK als auch die betroffenen Universitäten separate Untersuchungen durchführen werden.
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Die Aufdeckung einer Bande, die durch das Kopieren von elektronischen Signaturen von Beamten gefälschte Diplome ausstellte, hat in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt. Während 400 Akademiker in diesem Skandal als Verdächtige geführt werden, wird für 65 Personen eine Haftstrafe zwischen 5 und 50 Jahren gefordert.
Der vom AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zum zweiten Mal zum YÖK-Vorsitzenden ernannte Prof. Dr. Erol Özvar äußerte sich zu dem Skandal um die gefälschten Diplome. Im Gespräch mit der Türkiye Gazetesi erklärte Özvar, dass man unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls gehandelt und zwei separate Ermittlungsverfahren eingeleitet habe.
Özvar teilte dazu Folgendes mit:
„Es handelt sich um einen sehr ernsten Vorfall. Wir werden die Ermittlungen auf zwei Ebenen führen. Sowohl wir als auch die betroffenen Universitäten werden jeweils eigene Untersuchungen durchführen. Wir haben gestern ein Schreiben an die betreffenden Universitäten gesandt, um die notwendigen Schritte einzuleiten. Es bedarf gesetzlicher Neuregelungen, um gefälschte Diplome zu verhindern und die strafrechtlichen Sanktionen zu verschärfen.“
Obwohl es im türkischen Strafgesetzbuch keine spezifische Bestimmung zur Ausstellung gefälschter Diplome gibt, werden solche Fälle im Rahmen der Fälschung öffentlicher und privater Dokumente behandelt. Bei der Herstellung oder Verwendung gefälschter offizieller Dokumente ist eine Freiheitsstrafe von 1 bis 3 Jahren vorgesehen.