Änderungen bei US-Visabestimmungen belasten türkische Studierende

Die Priorisierung von Touristenvisa durch die USA im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 gefährdet die Sommerpläne türkischer Studierender, die sich für das J-1-Austauschprogramm beworben haben. Etwa 4.000 Studierende können keinen Visumtermin vereinbaren.

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Die aktualisierte Visapolitik der Vereinigten Staaten aufgrund der Vorbereitungen auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat die Pläne tausender internationaler und türkischer Studierender für den Sommer in die Ungewissheit gestürzt. Insbesondere Studierende, die am kulturellen Austauschprogramm J-1 teilnehmen möchten, haben aufgrund der Priorisierung von Touristenvisa durch die USA erhebliche Schwierigkeiten, einen Visumtermin zu erhalten.

Obwohl der Sommer naht, warten weltweit etwa 25.000 Studierende, davon fast 4.000 junge Menschen in der Türkei, auf eine Antwort auf ihre Terminanträge für das J-1-Visum. Obwohl die Studierenden für das Programm zugelassen wurden und die erforderlichen Zahlungen geleistet haben, sehen sie sich gezwungen, ihre Pläne zu stornieren oder zu verschieben, da sie keine positive Rückmeldung vom US-Konsulat erhalten.

Einer der Hauptgründe für den Terminstau beim J-1-Visumprogramm ist, dass die USA ihre Kapazitäten für Visumgespräche weitgehend auf Touristenvisa verlagert haben. Aufgrund der Verknappung der Kontingente für kulturelle Austausch- und Studentenprogramme sind Visumanträge im Rahmen des J-1-Programms in den Hintergrund gerückt.

Andererseits haben die US-Behörden begonnen, bei Visumanträgen verstärkt auf Sicherheitsüberprüfungen zu setzen. Es wird darauf hingewiesen, dass die detaillierte Prüfung der Social-Media-Historie sowie der Online-Aktivitäten der Antragsteller die Bearbeitungsprozesse verlängert. Es wird betont, dass die ohnehin begrenzten Gesprächskontingente durch zusätzliche Kontrollen weiter reduziert werden.

Branchenvertreter erklären, dass die Visakrise in der Türkei selbst während der COVID-19-Pandemie nicht in diesem Ausmaß aufgetreten sei. Studierende, die keinen Termin erhalten, riskieren nicht nur den Verlust der bereits gezahlten Programmgebühren und Vorbereitungskosten, sondern auch den Verlust der lang ersehnten Möglichkeiten für Auslandserfahrungen in Bildung und Beruf.

Es wird berichtet, dass viele Studierende im Vorfeld nicht systematisch informiert wurden, was die Probleme weiter verschärft hat. Infolgedessen erleiden tausende junge Menschen sowohl finanzielle Verluste als auch die Enttäuschung, eine Chance zu verpassen, die einen wichtigen Beitrag zu ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung geleistet hätte.