Großer Skandal an Privatschulen: 403 Diplome annulliert

Bei umfassenden Inspektionen des Bildungsministeriums an Privatschulen wurden schwerwiegende Unregelmäßigkeiten wie gefälschte Noten, Geisterklassen und Registrierungen ohne Gleichwertigkeitsnachweis aufgedeckt. Während die Diplome von 403 Schülern annulliert wurden, wurde die Versetzung von 398 Schülern für ungültig erklärt. Aufgrund gesetzeswidriger Praktiken wurden 6 Privatschulen geschlossen.

12punto

Bei den landesweiten Inspektionen des Generaldirektorats für private Bildungseinrichtungen des Bildungsministeriums (MEB) an Privatschulen wurden schwerwiegende Unregelmäßigkeiten festgestellt. Es wurde ermittelt, dass Fehlzeiten einiger Schüler von der Schulleitung nicht erfasst wurden, fiktive Noten ohne Teilnahme an Prüfungen vergeben wurden und ein Teil der Schüler die Voraussetzungen für eine reguläre Sekundarschulanmeldung nicht erfüllte. Zudem wurden Schüler entdeckt, deren Gleichwertigkeitsbescheinigungen nicht in den Unterlagen des Ministeriums geführt wurden.

403 DIPLOME UND 398 VERSETZUNGEN ANNULLIERT

Infolge der Prüfungen wurden die Diplome von 403 Schülern, bei denen Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden, annulliert. Darüber hinaus wurden die Versetzungen von 398 Schülern, die nicht am Unterricht teilnahmen und ohne Prüfungsbeteiligung Noten erhielten, für ungültig erklärt und diese in die vorherige Klassenstufe zurückgestuft.

6 SCHULEN GESCHLOSSEN

Bei den Inspektionen wurden zudem Privatschulen identifiziert, die sogenannte „Geisterklassen“ für Schüler der 12. Klasse eingerichtet hatten, die die Voraussetzungen für den Wechsel an ein offenes Gymnasium nicht erfüllten; in diesen Klassen fand weder Unterricht statt, noch wurden Fehlzeiten erfasst.

Diese Klassen waren geschaffen worden, damit sich die Schüler in Vollzeitkursen auf die Universitätsaufnahmeprüfung vorbereiten konnten. Die Betriebserlaubnis der 6 Privatschulen, die diese gesetzeswidrigen Praktiken durchführten, wurde vom Bildungsministerium entzogen.