Kindergarten- und Betreuungskosten belasten Familienbudgets
Familien, die mit der Wirtschaftskrise kämpfen, haben Schwierigkeiten, neben den Grundbedürfnissen auch die Kosten für Kindergarten und Kinderbetreuung zu decken. In Istanbul sind die Gebühren für Kindergärten und Betreuungspersonen im Vergleich zum Vorjahr um 150 Prozent gestiegen.
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Die hohen Lebenshaltungskosten in der Türkei machen sich auch bei den Preisen für Kindergärten und Betreuungspersonen bemerkbar.
Während die Betreuung ihrer kleinen Kinder für berufstätige Eltern zu einem wesentlichen Bedürfnis geworden ist, belasten die Preiserhöhungen bei Kindergarten- und Betreuungsgebühren die Familien zunehmend.
Die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Istanbul um etwa 150 Prozent gestiegenen Betreuungskosten bringen viele Familien in finanzielle Bedrängnis.
Aufgrund der hohen Preise ziehen es einige Familien vor, bei der Kinderbetreuung auf Großeltern wie Oma oder Opa zurückzugreifen, während andere trotz der Preissteigerungen weiterhin Kindergarten- oder Betreuungsdienste in Anspruch nehmen.
Der Vorsitzende des Verbands privater Kindergärten, Hacı Murat Kuş, äußerte sich zu den Preissteigerungen des letzten Jahres und den Entscheidungen der Familien: „Im letzten Jahr lagen die Kindergartenbeiträge zwischen 7.000 und 14.000 Lira, und die Kosten für eine Betreuungsperson beliefen sich auf etwa 15.000 Lira. In diesem Jahr sind die Kindergartenbeiträge auf eine Spanne von 17.000 bis 32.000, teilweise sogar 35.000 Lira gestiegen. Diese Preise variieren je nach den vom Kindergarten angebotenen Leistungen, den Mietkosten der Immobilie und anderen Ausgaben. Die Kosten für Betreuungspersonen liegen derzeit bei etwa 45.000 Lira.“
DIE BEDINGUNGEN SIND KLAR
Kuş betonte, dass die wirtschaftlichen Bedingungen in der Türkei herausfordernd seien: „Die Bedingungen in unserem Land sind offensichtlich. Leider befinden wir uns in einer Situation, in der sowohl Mutter als auch Vater arbeiten müssen. Es gibt viele Eltern, die nicht wissen, wo sie ihre Kinder lassen sollen. Diejenigen, die über die Mittel verfügen, können ihre Kinder in den Kindergarten schicken; diejenigen, die diese Möglichkeiten nicht haben, holen ihre Großeltern aus ihren Dörfern oder Städten, um Unterstützung zu erhalten. Wer diese Möglichkeit nicht hat oder dessen Kind einen höheren Betreuungsbedarf hat, entscheidet sich für eine Betreuungsperson. Manche wählen den Betreuungsdienst auch für den Spracherwerb“, sagte er.