Neue Ära bei der Führerscheinprüfung: Echter Straßenverkehr beginnt

Mit der neuen Regelung des Bildungsministeriums wird die praktische Fahrprüfung auf eine Stunde verlängert; die Kandidaten werden nicht mehr auf auswendig gelernten Strecken, sondern im realen Straßenverkehr und auf freien Routen bewertet.

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Am System der praktischen Fahrprüfung für angehende Führerscheininhaber wurden umfassende Änderungen vorgenommen. Mit der neuen Verordnung des Bildungsministeriums wird das seit Jahren praktizierte Konzept der festen Prüfungsstrecken durch ein neues Modell ersetzt, das darauf abzielt, die Fähigkeiten der Kandidaten unter realen Verkehrsbedingungen zu messen.

Im neuen System ist vorgesehen, dass die Kandidaten nicht mehr eine bestimmte Strecke auswendig lernen, sondern in den Stadt- und Bezirkszentren im fließenden Verkehr fahren. Auf diese Weise werden nicht nur die Manöver auf einer Prüfungsstrecke bewertet, sondern auch die Entscheidungsfähigkeit, die Orientierung und die Fähigkeiten zum sicheren Fahren im Straßenverkehr.

WAS SICH IM NEUEN SYSTEM ÄNDERN WIRD

Mit der Neuregelung wurde die Dauer der praktischen Fahrprüfung von 35 Minuten auf eine Stunde verlängert. Zudem wurde mitgeteilt, dass das bestehende Programm für die Fahrausbildung von 14-16 Stunden auf mindestens 24 Stunden angehoben wird. Die Streckenführung wird von festen Routen auf freie Routen und Parkmanöver umgestellt.

Mehmet Yılmaz, Gründer einer Fahrschule in Ankara, erklärte, dass sich die Kandidaten im alten System hauptsächlich auf die festgelegte Strecke und das Einparken zwischen zwei Pylonen konzentrierten. Yılmaz betonte, dass die Kandidaten in der neuen Ära parallel zwischen echten Fahrzeugen auf der Straße einparken werden und sagte: „Unsere Fahrschüler werden sich im normalen fließenden Verkehr in den Stadt- und Bezirkszentren hinter das Steuer setzen. Die Ära des Einparkens zwischen zwei Pylonen ist vorbei.“

Die neue Anwendung wird sich nicht nur auf das Fahren innerhalb der Stadt beschränken. Auch die Fähigkeit der Kandidaten, auf Umgehungsstraßen bestimmte Geschwindigkeiten zu erreichen, sowie das Ein- und Ausparken in stark frequentierten Parkbereichen werden Teil des Ausbildungs- und Prüfungsprozesses.

Ziel der Regelung ist es, Fahrer auszubilden, die ohne Panik im Straßenverkehr ein Fahrzeug führen können und eine höhere Fahrzeugbeherrschung aufweisen. Es wird erwartet, dass das neue Modell der praktischen Fahrprüfung schrittweise im ganzen Land eingeführt wird.