Polizeieinsatz bei Protest gegen die Schließung der Bilgi-Universität

Es wurde berichtet, dass es bei einem Polizeieinsatz rund um das Universitätsgelände zu Festnahmen kam, als Proteste gegen die durch den AKP-Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan angeordnete Schließung der Bilgi-Universität stattfanden.

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Nach der im Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung zur Schließung der Bilgi-Universität versammelten sich Studierende, Dozenten und Alumni auf dem Santral-Campus in Istanbul. Da die Universitätsleitung die Tore des Campus schloss, waren zahlreiche Studierende gezwungen, die Nacht in der Universität zu verbringen.

Außerhalb des Campus harrten Hunderte Studierende, Eltern und Alumni hinter den von Bereitschaftspolizeieinheiten errichteten Barrikaden aus. Mit der Zunahme der Teilnehmerzahl im Laufe der Stunden wurden auch die Sicherheitsvorkehrungen der Polizei verschärft.

Während des Protests wurden verschiedene Slogans gerufen, darunter „YÖK, Polizei, Medien; diese Blockade wird gebrochen“, „Polizei raus, Lehrer rein“ und „Wir werden durch Widerstand gewinnen“. Die Studierenden, die an den Eingängen und außerhalb der Schule Plakate hochhielten, äußerten ihren Protest mit Aussagen wie „Wir sind über Nacht ohne Wissen geblieben“, „Bilgi gehört uns, es wird uns gehören“ und „Wir geben unsere Fakultät, unsere Dozenten, unseren Lehrplan und unseren Campus nicht her“.

Die Polizei intervenierte, als Gruppen von Studierenden versuchten, die Barrikaden zu überwinden, um auf das Gelände zu gelangen. Nach dem Eingreifen wurden einige Personen, darunter auch Studierende, festgenommen. Die protestierende Menge wurde durch das Hupen der Fahrzeuge unterstützt, die am Schulgelände vorbeifuhren.

Während die Reaktionen auf die Schließungsentscheidung der Universität auch in den sozialen Medien zum Thema wurden, wurde berichtet, dass das Ausharren und die Proteste vor Ort andauern.