Rektor der geschlossenen Bilgi-Universität äußert sich
Nach der Schließung der Bilgi-Universität äußerte sich Rektor Prof. Dr. Ege Yazgan erstmals bei einem von Studierenden organisierten Protest. Yazgan erklärte, dass man alles in ihrer Macht Stehende tue, um die Rechte der Studierenden zu schützen.
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Nachdem die Entscheidung über den Entzug der Betriebserlaubnis der Istanbul Bilgi-Universität im Amtsblatt veröffentlicht wurde, äußerten die Studierenden der Universität auf dem Santral-Campus ihren Unmut. Während des Protests mischte sich auch Rektor Prof. Dr. Ege Yazgan unter die Menge, hörte sich die Sorgen der Studierenden an und gab erstmals eine öffentliche Stellungnahme ab.
Yazgan äußerte in seiner Rede: „Wir sind ebenfalls traurig“ und fügte hinzu: „Wir arbeiten daran, Ihre Rechte zu schützen. Auch der YÖK-Vorsitzende befasst sich vorrangig mit diesem Thema. Wir versprechen, dass wir uns dafür einsetzen werden, die Bilgi-Universität am Leben zu erhalten.“
An der 1996 eröffneten Bilgi-Universität waren rund 20.000 Studierende eingeschrieben. Die Zahl der Absolventen überstieg 70.000, und mehr als tausend Personen waren im akademischen und administrativen Personal tätig. Zuvor war bereits ein Treuhänder für die Stiftung eingesetzt worden, der die Universität untersteht. Zuletzt wurde die Betriebserlaubnis der Bilgi-Universität durch einen Beschluss, der am 22. Mai 2026 mit der Unterschrift von Präsident Erdoğan im Amtsblatt veröffentlicht wurde, widerrufen und die Einrichtung geschlossen.
Nach dieser plötzlichen Entscheidung äußerten die auf dem Campus versammelten jungen Menschen ihre Sorgen über die Zukunft ihrer Ausbildung. In einer Erklärung der Verwaltung wurde mitgeteilt, dass weiterhin Gespräche mit den zuständigen Behörden geführt würden, um den Verlust von Rechten zu verhindern.
Die Zusagen von Rektor Yazgan an die Studierenden trugen dazu bei, die angespannte Atmosphäre auf dem Campus teilweise zu beruhigen und in dieser Phase der Ungewissheit Hoffnung zu geben. Wie der Prozess weitergehen wird und wie sich die Situation der Studierenden und des akademischen Personals gestalten wird, wird sich in den kommenden Tagen klären.