Schulen versinken im Müll! Reinigungsgelder flossen an religiöse Stiftungen und Vereine

Während die Reinigungskrise an staatlichen Schulen immer heftiger wird, breiten sich dort Krankheiten aus. Es wurde bekannt, dass das Bildungsministerium im Jahr 2024 ganze 5,8 Millionen Lira an religiöse Stiftungen und Vereine überwiesen hat. Es wird erwartet, dass dieser Betrag im Jahr 2025 auf 7,86 Milliarden Lira ansteigen wird.

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Mit Beginn des Schuljahres 2024/25 sind Probleme bei der Reinigung und Hygiene an Schulen erneut in den Fokus gerückt. 

Da der Bedarf an Personal und Material nicht gedeckt wurde, mussten viele Schulen von Eltern und Lehrern selbst gereinigt werden. 

Das Bildungsministerium (MEB) unterstützt jedoch weiterhin Sekten- und Glaubensgemeinschaftsstiftungen, die unter dem Deckmantel von NGOs agieren, anstatt die Kosten für Reinigung und Personal zu decken. 

WIRD 7,85 MILLIARDEN LIRA ERREICHEN

Laut einem Bericht von Deniz Ayhan von Sözcü; hatte Bildungsminister Yusuf Tekin vor einiger Zeit in einer Erklärung im türkischen Parlament gesagt: „Wir haben 2.709 Protokolle. Darunter befinden sich auch Protokolle mit Strukturen, die Sie als Sekten oder Glaubensgemeinschaften bezeichnen, wir aber als NGOs betrachten, und wir werden weiterhin Protokolle mit ihnen abschließen.“

In diesem Jahr wurden aus dem Budget des Bildungsministeriums 5 Milliarden 895 Millionen 926 Tausend TL an Stiftungen und Vereine überwiesen. Für das Jahr 2025 ist vorgesehen, aus diesem Posten 7 Milliarden 8 Millionen 636 Tausend TL zu zahlen.

BEHINDERUNG DER GEMEINDEN

Die CHP-geführten Gemeinden ergriffen die Initiative, um Reinigungsdienste für Schulen anzubieten, doch das Bildungsministerium, das das Reinigungsproblem an den Schulen als „Einzelfall“ bezeichnete, lehnte dieses Gesuch ab. 

Zuletzt erklärte der Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, dass 113 der 271 Schulen, die einen Antrag auf Reinigung gestellt hatten, diesen zurückgezogen hätten und dass den Schulleitern die Nachricht übermittelt worden sei: ‚Fordern Sie nichts von der Gemeinde an‘.

Die Expertin für Infektionskrankheiten Prof. Dr. Özlem Kurt Azap warnte die Behörden: Unsere Kinder sind von Epidemien bedroht

Unzureichende Reinigungsmittel und Personalmangel an Schulen treiben die Schüler in schwierige Lernbedingungen. In den Schulen, in denen die Schüler unterrichtet werden, werden die erforderlichen Hygienestandards in Klassenzimmern, Toiletten und Kantinen nicht erfüllt.  Die Vernachlässigung der Reinigung an Schulen ist zu einer ernsthaften Gesundheitsbedrohung geworden. Die Expertin für Infektionskrankheiten Prof. Dr. Özlem Kurt Azap wies darauf hin, dass die mangelnde Reinigung und Hygiene an Schulen den Boden für viele Infektionskrankheiten bereite.

Die Erklärungen von Azap lauten wie folgt:

SO BEGINNEN EPIDEMIEN

An erster Stelle stehen Atemwegserkrankungen; Influenza, Erkältungen und sogar Tuberkulose können sich unter unzureichenden Hygienebedingungen schnell ausbreiten.

Neben Atemwegserkrankungen stellen auch Darmerkrankungen eine Gefahr für Kinder dar. Wenn Oberflächen nicht gereinigt werden, können sich Bakterien wie Noroviren, Rotaviren oder Salmonellen schnell verbreiten. Auch Krankheiten, an die man im ersten Moment nicht denkt, wie Windpocken oder Mumps, können sich ausbreiten, wenn keine angemessene Reinigung erfolgt.

Dass Schüler unter unzureichenden Hygienebedingungen unterrichtet werden, ist ein wesentlicher Faktor für die Übertragung von Krankheiten. Dies betrifft sowohl die Schüler als auch die Lehrer sowie deren Angehörige zu Hause. So beginnen Epidemien.

 Das Lüften der Klassenzimmer ist sehr wichtig. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, die sogenannten unbelebten Oberflächen wie Türklinken in den Klassenzimmern und Fenstergriffe in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Es ist auch sehr wichtig, dass die Schüler auf ihre eigene Hygiene achten.