Größter Anteil an Vodafone geht an französischen Milliardär

Großer Anteilseignerwechsel beim Telekom-Riesen Vodafone: Der französische Geschäftsmann Xavier Niel ist mit dem Erwerb eines 16-prozentigen Anteils von der e& Group zum größten Anteilseigner des Unternehmens geworden.

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Bei Vodafone, einer der führenden Telekommunikationsgruppen Europas, hat ein bedeutender Eigentümerwechsel stattgefunden. Die Investmentgesellschaft Vega, die mit dem französischen Milliardär Xavier Niel verbunden ist, hat die 16-prozentigen Vodafone-Anteile der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen e& Group für 4,4 Milliarden Pfund übernommen. Mit diesem Schritt sicherte sich Xavier Niel den Titel des größten Anteilseigners des Unternehmens.

Der Aktienkauf erfolgte zu einem Preis von 110 Pence pro Aktie, was einem Aufschlag von 15 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der an der Londoner Börse gehandelten Vodafone-Aktien vom Donnerstag entspricht. Nach Bekanntgabe der Vereinbarung stiegen die Vodafone-Aktien bei Handelsbeginn am Freitag um rund 13 Prozent.

Für den offiziellen Abschluss der Transaktion müssen noch die behördlichen Genehmigungsverfahren abgewartet werden. Während des Verkaufsprozesses werden die übertragenen Anteile vorübergehend von drei verschiedenen Finanzinstituten treuhänderisch verwaltet. Nach der Übertragung der Aktien auf den neuen Eigentümer wird die e&-Gruppe ihren Sitz im Vodafone-Verwaltungsrat aufgeben. Das Management von e& erklärte, die Verkaufsentscheidung sei Teil ihrer Strategie, sich auf ihre Kerngeschäftsfelder zu konzentrieren und die Liquidität zu erhöhen.

Mit diesem Kauf bei Vodafone kehrt Xavier Niel als langfristiger Investor zu dem Unternehmen zurück. Niel hatte bereits 2022 über Atlas Investissement einen Anteil von 2,5 Prozent an dem Unternehmen erworben und wieder veräußert. Er äußerte sich dazu wie folgt: „Wir glauben, dass Vodafone langfristig nachhaltiges Wachstum und einen starken Cashflow generieren kann. Wir sind bereit, mit unserem operativen Know-how zum zukünftigen Erfolg des Unternehmens beizutragen.“

Das Vodafone-Management teilte mit, dass man Niel und seine Familie als langfristige und unterstützende Investoren begrüße.

Der französische Milliardär Niel verfügt über eine sehr breite Präsenz im Telekommunikationssektor. Neben bedeutenden Investitionen in Frankreich, Italien, Polen und Irland ist Niel auch ein führender Anteilseigner bei Millicom, das in Lateinamerika tätig ist, sowie beim schwedischen Unternehmen Tele2. Sein Sohn Jules Niel ist weiterhin Mitglied des Verwaltungsrats bei Millicom.

Diese Entwicklung fällt in eine Zeit, in der die von Vodafone-CEO Margherita Della Valle eingeleiteten Umstrukturierungspläne voranschreiten. Das Unternehmen hat in den letzten zwei Jahren leistungsschwache Geschäftsbereiche veräußert und seine Strategie der Konzentration auf Kernmärkte beschleunigt. Nachdem Vodafone 2024 und 2025 seine Aktivitäten in Spanien und Italien verkauft hat, kündigte das Unternehmen in diesem Jahr auch die Absicht an, seinen 50-prozentigen Anteil in den Niederlanden zu veräußern. Darüber hinaus beschloss das Unternehmen im Rahmen eines im Mai angekündigten Plans, die vollständige Partnerschaft von Vodafone Three im Vereinigten Königreich für 4,3 Milliarden Pfund zu übernehmen.

All diese Schritte deuten darauf hin, dass für die Zukunft von Vodafone eine neue Ära begonnen hat.