Neuer Vorstoß eines führenden türkischen Konzerns

Die Eczacıbaşı Holding, eine der führenden Industriegruppen der Türkei, plant den Bau einer groß angelegten Fabrik für Baumaterialien in Ägypten. Mit diesem Schritt konkretisiert das Unternehmen sein Ziel, Ägypten zu einem regionalen Exportzentrum auszubauen.

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Die Eczacıbaşı Holding, die im Jahr 2023 einen Nettoumsatz von 33 Milliarden TL erzielte, steht kurz vor der Realisierung einer bedeutenden Investition in eine Fabrik für Baumaterialien in Ägypten; das ägyptische Ministerium für Investitionen und Außenhandel hat das Projekt offiziell bekannt gegeben. Die Investition gilt als eines der deutlichsten Anzeichen für die zuletzt gestärkten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Das Unternehmen hat die Gespräche mit der lokalen Behörde GAFI abgeschlossen, um die Kostenvorteile der Produktion in Ägypten sowie regionale Chancen zu nutzen.

Die neue Fabrik von Eczacıbaşı ist nicht nur für den ägyptischen Binnenmarkt geplant, sondern auch für den Export in die Türkei, die Europäische Union und die Länder des Golf-Kooperationsrates. Die unter der eigenen Marke des Unternehmens hergestellten Materialien sollen von dort aus in Märkte in der gesamten Region versandt werden.

Der ägyptische Investitionsminister Hassan ElKhatib erklärte, dass die geführten Gespräche der Strategie dienen, Ägypten zu einem bedeutenden Industrie- und Logistikzentrum zu machen. Die neue Fabrik wird in das globale Netzwerk der Eczacıbaşı Holding integriert, das weltweit mehr als 40 Produktionsstätten umfasst, und eine Schlüsselrolle beim internationalen Wachstum der Gruppe spielen.

Hinter der Dynamik in den Handelsbeziehungen spielen die seit 2023 normalisierten diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Ägypten sowie die aufeinanderfolgenden hochrangigen Besuche eine wichtige Rolle. Diese Entwicklungen haben die Suche der Unternehmen nach neuen Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten zwischen den beiden Ländern beschleunigt.

Während das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern im Jahr 2024 bereits 9 Milliarden US-Dollar erreicht hat, ist das Ziel, diese Zahl in kurzer Zeit auf 15 Milliarden US-Dollar zu steigern. Insbesondere türkische Textil- und Baumaterialfirmen unterzeichnen weiterhin Verträge für neue Investitionen in strategischen Regionen Ägyptens, allen voran in der Wirtschaftszone am Suezkanal.

Die 1942 gegründete Eczacıbaşı Holding ist in fünf Hauptbereichen tätig – Baumaterialien, Konsumgüter, Gesundheit, Pharma und natürliche Ressourcen – und umfasst 50 Unternehmen. Die Holding, die mehr als 13.500 Menschen beschäftigt und mit 40 Produktionsstätten auf der globalen Bühne präsent ist, zielt darauf ab, ihre Präsenz auf den Märkten im Nahen Osten und in Europa über Ägypten weiter auszubauen.