Starbucks-Mitarbeiter treten in den Streik
Mehr als tausend Baristas in 65 Starbucks-Filialen in den USA treten aufgrund mangelnder Fortschritte bei den Tarifverhandlungen in den Streik.
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Gewerkschaftlich organisierte Starbucks-Mitarbeiter in den gesamten USA beginnen ab Donnerstag mit Arbeitsniederlegungen. Dieser Streik fällt mit der beliebten „Red Cup Day“-Kampagne von Starbucks zusammen, bei der ein hohes Kundenaufkommen erwartet wird.
Die Gewerkschaft Workers United plant Streiks an mindestens 40 verschiedenen Standorten in Städten wie New York, San Diego, Dallas, Philadelphia und Seattle. Die Gewerkschaft erklärt, dass die Proteste unbefristet fortgesetzt werden könnten, falls im Tarifverhandlungsprozess keine Fortschritte erzielt werden.
Starbucks-Mitarbeiter setzen ihre Bemühungen zur gewerkschaftlichen Organisierung seit Ende 2021 fort, konnten jedoch bisher keinen Tarifvertrag unterzeichnen. Jasmine Leli, die als Barista in New York arbeitet, sagte: „Wir sind bereit, alles Notwendige zu tun. Dass Starbucks diesen Vertrag nicht zum Abschluss bringt, enttäuscht sowohl die Baristas als auch die Kunden.“
DIE VORWÜRFE VON STARBUCKS UND DIE FORDERUNGEN DER GEWERKSCHAFT
Starbucks wies die Anschuldigungen der Gewerkschaft zurück und kritisierte Workers United dafür, nicht an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Unternehmenssprecherin Jaci Anderson äußerte sich enttäuscht darüber, dass die Gewerkschaft statt an Gesprächen teilzunehmen, zum Streik aufrufe. Anderson betonte, dass der Streik die Mehrheit der Filialen nicht beeinträchtigen werde und der Betrieb weiterlaufe.
Die Führungskräfte von Workers United hatten das letzte Vertragsangebot von Starbucks als unzureichend abgelehnt. Kritisiert wurde, dass das Angebot lediglich eine jährliche Lohnerhöhung von mindestens zwei Prozent vorsehe und keine ausreichenden Arbeitsstunden für den Zugang zu Sozialleistungen garantiere. Starbucks hingegen argumentiert, dass Baristas durchschnittlich über 19 Dollar pro Stunde verdienen und die gesamte Stundenvergütung inklusive Sozialleistungen 30 Dollar übersteige, womit man die besten Arbeitsbedingungen im Einzelhandel biete.