Historisches Wasserreservoir in Üsküdar nach Ausgrabungen wiederentdeckt

Ein historisches Wasserreservoir in Istanbul-Üsküdar, das 1973 als Kulturgut registriert wurde, ist nach Jahren unter der Erde durch archäologische Arbeiten wieder zum Vorschein gekommen. Der Istanbuler Regionalkommission für den Schutz von Kulturgütern Nr. 6 hat beschlossen, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um das historische Bauwerk zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren.

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Das historische Wasserreservoir im Istanbuler Stadtteil Üsküdar, gelegen im Viertel Murat Reis (Valide-i Atik) und 1973 unter Denkmalschutz gestellt, ist nach Jahren wieder in den Fokus gerückt. Infolge von Forschungs- und Ausgrabungsarbeiten, die mit Genehmigung des Istanbuler Museums für türkische und islamische Kunst an dem unter der Erde verborgenen Bauwerk durchgeführt wurden, konnten die historischen Überreste wieder freigelegt werden.

Die Entscheidung der Istanbuler Regionalkommission für den Schutz von Kulturgütern Nr. 6 vom 22. Juli 2026 mit der Nummer 10777 ebnete den Weg für einen wichtigen Schutzprozess für die Zukunft des Bauwerks.

In der Entscheidung der Kommission wurden die Überreste bewertet, die auf dem Grundstück im Viertel Üsküdar Murat Reis, verzeichnet unter Blatt 66, Block 179, Parzelle 51, gefunden wurden, wo sich das im Grundbuch als „Wasserreservoir“ eingetragene Bauwerk befindet. Die Untersuchungen ergaben, dass die Überreste auf dem Grundstück den Status eines Kulturguts besitzen.

DENKMALSCHUTZ BESTÄTIGT: ENTSCHEIDUNG FÜR WISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG

Die Kommission, die den Antrag auf Aufhebung des Denkmalschutzes für das betreffende Grundstück prüfte, hatte in früheren Untersuchungen gefordert, dass detailliert erforscht werden solle, ob das als „Wasserreservoir“ registrierte Bauwerk eine Verbindung zu den historischen Wasserwegen der İSKİ aufweist.

In diesem Rahmen wurden die vom Direktorat des Istanbuler Museums für türkische und islamische Kunst durchgeführten Arbeiten, Expertenberichte, alte Fotografien sowie die von den zuständigen Institutionen übermittelten Informationen und Dokumente von der Kommission erneut bewertet.

Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die bei der letzten Untersuchung freigelegten Überreste den Charakter eines Kulturguts aufweisen. Anstatt den Denkmalschutz aufzuheben, wurde somit ein Prozess eingeleitet, bei dem die Überreste mit wissenschaftlichen Methoden erforscht und geschützt werden sollen.

JEDE PHASE WIRD STRATIGRAPHISCH DOKUMENTIERT

Einer der wichtigsten Teile der Kommissionsentscheidung betrifft die Untersuchung der historischen Überreste mittels wissenschaftlicher archäologischer Ausgrabungsmethoden.

Dem Beschluss zufolge werden Ausgrabungen durchgeführt, um das Umfeld der als zum Wasserreservoir gehörend eingestuften Mauerreste sowie deren Beschaffenheit, Ausdehnung und zeitliche Einordnung genau zu bestimmen.

Es wurde beschlossen, dass die Ausgrabungen unter der Leitung des zuständigen Museumsdirektorats und unter der Aufsicht von Facharchäologen durchgeführt werden. Es ist vorgesehen, jede während der Ausgrabung freigelegte Phase stratigraphisch zu dokumentieren und die Überreste sorgfältig freizulegen.

Durch diese Methode soll nicht nur der sichtbare Teil des Bauwerks, sondern auch die Veränderungen, die es in verschiedenen Epochen erfahren hat, sowie die archäologischen Schichten des Areals wissenschaftlich erfasst werden.

RESTAURIERUNGSPROZESS NACH DEN AUSGRABUNGEN

Die Entscheidung der Kommission sieht nicht nur die Durchführung von Ausgrabungen vor, sondern auch die Erstellung eines umfassenden Plans für den Schutz des historischen Bauwerks nach Abschluss der Arbeiten.

Nach den Ausgrabungen wird ein Museumsbericht erstellt, der den aktuellen Zustand der Überreste darlegt. Darüber hinaus wird ein Konservierungsbericht, der Aufmaßpläne, Rekonstruktions- und Restaurierungsprojekte sowie Interventionsvorschläge enthält, erstellt und der Regionalkommission für den Denkmalschutz vorgelegt.

Ziel ist es, den aktuellen Zustand des historischen Wasserreservoirs zu dokumentieren, seinen ursprünglichen Zustand in der Vergangenheit zu erforschen, festzulegen, welche Eingriffe vorgenommen werden können, und einen wissenschaftlichen Fahrplan für den physischen Schutz des Bauwerks zu erstellen.

SICHERHEITSMASSNAHMEN FÜR DAS HISTORISCHE BAUWERK BESCHLOSSEN

Die Kommission beschloss zudem, die notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Leben, Eigentum und Umwelt im Umfeld der registrierten Überreste zu ergreifen.

Dementsprechend wird sichergestellt, dass der Eigentümer der Immobilie die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen trifft. Damit soll erreicht werden, dass die historischen Überreste, die jahrelang unter der Erde lagen und nun wieder freigelegt wurden, vor physischen und umweltbedingten Bedrohungen geschützt werden.

Die jüngste Entscheidung für das 1973 registrierte historische Wasserreservoir bedeutet, dass anstelle einer Aufhebung des Denkmalschutzes ein Prozess der wissenschaftlichen Ausgrabung, Dokumentation, Konservierung und Restaurierung eingeleitet wurde.

Mit dem Beschluss der Istanbuler Regionalkommission für den Schutz von Kulturgütern Nr. 6 wird die Zukunft des historischen Fundes von den Ergebnissen der wissenschaftlichen Arbeiten abhängen.

Damit wurde ein offizieller Prozess eingeleitet, um ein bedeutendes bauliches Überbleibsel der Geschichte Üsküdars nicht nur wieder ans Licht zu bringen, sondern es auch zu dokumentieren, zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren.