Naci Görür warnt Bürger nach Erdbeben in Kahramanmaraş

Nach dem Erdbeben der Stärke 5,0 im Bezirk Pazarcık in Kahramanmaraş warnte Prof. Dr. Naci Görür die Bürger über soziale Medien. Görür wies darauf hin, dass es nach dem Beben zu Nachbeben kommen könne und man sich von baufälligen Gebäuden fernhalten solle.

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Nach Angaben auf der Website der Katastrophenschutzbehörde AFAD wurde heute um 09.31 Uhr ein Beben der Stärke 5,0 mit dem Epizentrum in Pazarcık registriert. 

Im Anschluss an das Erdbeben äußerte sich der Geowissenschaftler Prof. Dr. Naci Görür über soziale Medien.

'NACHBEBEN KÖNNEN AUFTRETEN'

Görür warnte: "In Ördektepe/Pazarcık, Kahramanmaraş, ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 4,9. Das Beben fand an der nördlichen Fortsetzung des Sakçagöz-Verwerfungssegments und wahrscheinlich auf dem Narlı-Segment statt. Dies ist ein normales Nachbeben. Es kann zu weiteren Nachbeben kommen. Halten Sie sich von baufälligen Gebäuden fern."

In seinem Beitrag in den sozialen Medien betonte Görür zudem, dass Erdbeben ständig vorkämen, und sagte: "Genau wie heute wachen Sie eines Morgens auf, irgendwo hat ein Erdbeben stattgefunden und Tausende Menschen sind gestorben. Familien werden zerstört, Schmerz und Trauer überziehen das Land. Die Fernseher dröhnen, Experten sprechen, das Volk geht auf die Straße und die Behörden eilen in das Erdbebengebiet. Doch mit der Zeit wird das Geschehene vergessen."

WARNUNG AN DIE BÜRGER

Prof. Dr. Görür richtete sich an die Bürger und kritisierte: "Immer das gleiche Szenario. Haben Sie es nicht satt? Warum fordern Sie keine erdbebensicheren Städte? Warum geben Sie der Politik in dieser Hinsicht keine Anweisungen? Warum sind Sie so gleichgültig gegenüber diesem Ereignis, das unsere Kinder, Jugendlichen und Älteren bedroht?" Görür fügte hinzu: "Nur Ihr Wunsch, Ihre Forderung, Ihre Überwachung und Ihre Kontrolle können diese Sache retten. Ihre größte Macht ist Ihre Stimme. Egal welcher Partei oder Gesinnung Sie angehören, lassen Sie uns dieses Erdbeben-Problem beenden. Mit freundlichen Grüßen."