Assads letzter Aufruf vor seiner Reise nach Moskau bekannt: 'Er vertraute nicht einmal seinem Bruder'
Nach dem Zusammenbruch des Baath-Regimes in Syrien sind neue Details über die Flucht von Baschar al-Assad nach Moskau ans Licht gekommen. Es wird behauptet, dass Assad seinen Fluchtplan selbst vor seinen engsten Vertrauten geheim gehalten habe.
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Mit dem Ende des Baath-Regimes in Syrien wurde bekannt, dass der ehemalige Präsident Baschar al-Assad gemeinsam mit seiner Familie nach Moskau geflohen ist. Nun sind neue Details zu Assads Abreise nach Russland aufgetaucht. Berichten zufolge soll Assad nicht einmal seine engsten Vertrauten über sein Vorhaben informiert haben, bevor er Damaskus verließ.
WAR ASSADS LETZTER BEFEHL BEKANNT?
Nur Stunden vor dem Fall von Damaskus versammelte Assad etwa 30 Militär- und Sicherheitsbeamte im Verteidigungsministerium und gab den Befehl, Widerstand zu leisten. Er versuchte den Zusammenbruch abzuwenden, indem er behauptete, dass militärische Unterstützung aus Russland eintreffen würde.
VERLIESS DAMASKUS, OHNE DIE VORBEREITETE REDE ZU HALTEN
Assad rief seinen Presseberater in seine Residenz und wies ihn an, eine Rede vorzubereiten. Als der Berater jedoch in der Residenz eintraf, war Assad bereits aus Damaskus abgereist.
FAMILIE WAR BEREITS IN MOSKAU
Quellen gegenüber Reuters zufolge war Assads Familie bereits vor dem Zusammenbruch des Regimes nach Moskau geschickt worden. Assad selbst flog mit einem russischen Militärflugzeug im Tiefflug zunächst nach Latakia und von dort weiter nach Moskau. Die Quellen gaben an, dass der Transponder des Flugzeugs ausgeschaltet wurde, um nicht vom Radar erfasst zu werden.
ER VERTRAUTE NICHT EINMAL SEINEM BRUDER
Es heißt, Assad habe seinen Fluchtplan sogar vor seinem jüngeren Bruder Maher geheim gehalten und ihn auf eine andere Route geschickt. Während Maher al-Assad mit einem Hubschrauber über den Irak floh, gerieten zwei seiner Cousins auf dem Weg in den Libanon in einen Hinterhalt.
WAS WAREN ASSADS LETZTE WORTE?
Assads letzter Premierminister, Mohammed al-Dschalali, berichtete von dessen letztem Gespräch. Dschalali sagte: „Ich sagte ihm, dass die Lage schwierig sei, worauf er nur antwortete: ‚Morgen werden wir sehen.‘“