Detail um 'Geisterbeschwörer' im Fall Narin Güran sorgte für Aufsehen: Stellungnahme des Gouverneursamts
Es war behauptet worden, dass die Gendarmerie während der Sucharbeiten nach der achtjährigen Narin Güran, deren lebloser Körper 19 Tage nach ihrem Verschwinden in Diyarbakır gefunden wurde, einen 'Geisterbeschwörer' (üfürükçü) konsultiert habe. Das Gouverneursamt hat nun eine Erklärung zu diesen Vorwürfen abgegeben.
12punto
Die 8-jährige Narin Güran, die in Diyarbakır lebte, war am 21. August verschwunden; nach 19 Tagen intensiver Suche wurde sie tot in einem Flussbett aufgefunden.
In diesem tragischen Fall schlug die Behauptung ein wie eine Bombe, dass das Kriminalermittlungsteam der Gendarmerie (JASAT) in den Tagen nach Narins Verschwinden einen "Geisterbeschwörer" aufgesucht habe.
Während Protokolle zu dem Vorfall in die Prozessakten aufgenommen wurden, gab das Gouverneursamt von Diyarbakır eine Erklärung zu dem Thema ab.
Behauptung über Besuch beim Geisterbeschwörer in der Prozessakte
Den Dokumenten in der Prozessakte zufolge soll ein Dorfvorsteher dem Gendarmerieteam eine Person empfohlen haben, die im Zentrum von Diyarbakır durch Gebete und Rituale vermisste Personen finden könne, woraufhin sich die Gendarmerieeinheiten an die besagte Adresse begaben.
Im Dokument findet sich die Aussage eines JASAT-Beamten: „Der Dorfvorsteher sagte, es gebe in Diyarbakır einen Geistlichen, der vermisste Personen durch Gebete finde.''
''Ich informierte meine Vorgesetzten und wir begaben uns zu der Adresse. Als der Mann zu beten begann, fing Narins Bruder M.G. an, im Delirium zu sprechen und bestimmte Orte zu beschreiben. Als Narins Mutter an der Reihe war, rief mich mein Kommandant zu sich, woraufhin ich den Ort verließ”, so die Schilderung.
Das Gouverneursamt von Diyarbakır teilte in einer schriftlichen Erklärung zu dem Thema mit, dass Gendarmeriepersonal während der Sucharbeiten nach Narin Güran entgegen den Behauptungen keine Gespräche mit einer Person geführt habe, die als "Geisterbeschwörer" bezeichnet wird.
Das Gouverneursamt erklärte: „Es wurde festgestellt, dass auf einigen Internetseiten Berichte mit dem Inhalt 'Die Gendarmerie hat den Dorfvorsteher mitgenommen und ist zu einem Geisterbeschwörer gegangen, um Narin Güran zu finden' veröffentlicht wurden; daher war eine Stellungnahme erforderlich, um die Öffentlichkeit korrekt zu informieren.“