Die Ägäis bebt unaufhörlich! 30 Kilometer lange Verwerfungslinie auf der Insel Santorin aktiv geworden
Die zunehmende seismische Aktivität in der Ägäis hält an. Aufgrund der aufgetretenen Erdbeben ist auf der Insel Santorin eine 30 Kilometer lange Verwerfungslinie aktiv geworden. Zahlreiche Menschen haben die Insel verlassen.
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Die seismische Aktivität in der Ägäis hält seit vielen Stunden an. Der Erdbebenexperte Gerasimos Papadopulos und der Professor für Seismologie an der Aristoteles-Universität Thessaloniki, Manolis Skordilis, äußerten sich gegenüber der griechischen Presse.
Skordilis erklärte, dass die seismische Aktivität in der Region tektonischen Ursprungs sei und die aktiv gewordene Verwerfungslinie eine Länge von 30 Kilometern aufweise.
Papadopulos führte aus, dass die seismische Aktivität seit dem 24. Januar andauere, sich jedoch seit dem Morgen des 1. Februar intensiviert habe, wobei sowohl die Anzahl als auch die Stärke der Beben zugenommen hätten. Er sagte: "Bisher hat unser System mehr als 400 Erdbeben registriert und analysiert, aber wir können eine Vielzahl von kleineren Beben nicht analysieren."
Papadopulos wies darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für großflächige zerstörerische Auswirkungen aufgrund der Tatsache, dass die seismischen Bewegungen unter Wasser stattfinden, gering sei. Er sagte: "Die Erdbeben ereignen sich in einem tektonischen Graben unter dem Meeresspiegel. Damit die Erdbeben ernsthafte Schäden verursachen könnten, müssten sie eine deutlich höhere Stärke erreichen."
Bezüglich der Möglichkeit einer Beeinflussung des Vulkans von Santorin erklärte Papadopulos, dass derzeit keine geophysikalischen Bedingungen vorlägen, die eine solche Aktivität auslösen könnten.
'SEISMISCHE AKTIVITÄT IST BESORGNISERREGEND'
Auch der Seismologie-Professor Skordilis wies darauf hin, dass die seismische Aktivität vor Santorin besorgniserregend sei.
Skordilis erklärte, dass eine über 20 Kilometer lange Verwerfungslinie aktiv geworden sei und dass dieselbe Linie im Jahr 1956 ein Erdbeben der Stärke 7,3 erzeugt habe.
Zur Möglichkeit eines stärkeren Erdbebens äußerte sich Skordilis wie folgt: "Das kann definitiv nicht ausgeschlossen werden. Es ist kein wahrscheinliches Szenario, aber ich kann sagen, dass diese Möglichkeit nicht völlig von der Hand zu weisen ist."