Die Zellen der Angeklagten im Fall Narin Güran sind bekannt! Hier sind alle Details
Die Angeklagten im Mordfall Narin Güran in Diyarbakır werden unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in Einzelzellen in Gefängnissen festgehalten. Die Kommunikation der Angeklagten, die nur ein Recht auf ein 30-minütiges Telefonat pro Woche haben, ist vollständig unterbunden. Hier sind alle Details zu den Haftbedingungen der Angeklagten im Fall Narin Güran und zum Prozessverlauf...
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Die 8-jährige Narin Güran verschwand am 21. August, als sie vom Koranunterricht in der ländlichen Siedlung Tavşantepe im zentralen Bezirk Bağlar in Diyarbakır nach Hause zurückkehrte.
Die Einsatzkräfte, die für Narin mobilisiert wurden, fanden die Leiche des unglücklichen Mädchens am 19. Tag der Sucharbeiten. In der Ermittlung, die von der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt wird, wurden die Mutter Yüksel Güran, der Onkel Salim Güran, der Bruder Enes Güran und der geständige Nevzat Bahtiyar wegen des Vorwurfs des ‘gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind’ inhaftiert.
Die Angeklagten, die letzte Woche zum ersten Mal vor Gericht erschienen, hielten sich an eine gemeinsame Absprache und äußerten kein einziges Wort, das zur Aufklärung des Mordes beigetragen hätte. Auch die Situation der Mörder von Narin im Gefängnis wurde zum Gegenstand des öffentlichen Interesses. In einem Bericht von Musa Kesler für Hürriyet wurden Details genannt, wonach die Angeklagten in Einzelzellen untergebracht sind, keine Fernseher besitzen und die Justizvollzugsbeamten, die mit ihnen in Kontakt treten, Körperkameras tragen.
Hier sind die Details...
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır durchgeführten Ermittlungen wurden 12 Personen inhaftiert, darunter der Onkel Salim Güran, in dessen Auto DNA-Spuren von Narin gefunden wurden, Nevzat Bahtiyar, der gestand, die Leiche transportiert zu haben, sowie Narins Mutter Yüksel Güran und ihr Bruder Enes Güran.
Gegen vier dieser Personen wurde Anklage erhoben, und ihr Prozess begann letzte Woche. Die Ermittlungen gegen die anderen acht inhaftierten Personen wurden abgetrennt. In den kommenden Tagen wird auch gegen sie Anklage erhoben, und ihre Verfahren werden mit dem bereits laufenden Prozess zusammengelegt. Diese 12 inhaftierten Angeklagten sind auf sechs verschiedene Gefängnisse in Diyarbakır verteilt.
NEVZAT UND SALIM IN EINEM 'HOCHSICHERHEITSGEFÄNGNIS'
Die wichtigsten Akteure, Nevzat Bahtiyar und der Onkel Salim Güran, befinden sich im ‘Hochsicherheitsgefängnis’ von Diyarbakır. Sie sind zwar im selben Gefängnis, werden aber in verschiedenen Blöcken festgehalten.
Sie haben keine Möglichkeit, sich zu sehen oder miteinander zu kommunizieren. Enes Güran wird in einem T-Typ-Gefängnis festgehalten. Yüksel Güran befindet sich im Frauengefängnis.
KEIN FERNSEHER IN DEN ZELLEN
Die Angeklagten bleiben in Einzelzellen. In den Zimmern gibt es keine Fernseher. Enes Güran befindet sich im T-Typ-Gefängnis. Auch er bleibt allein. Er hat ebenfalls keinen Fernseher.
MUTTER BLEIBT IM GEFÄNGNIS ALLEIN
Die Mutter Yüksel Güran wird ebenfalls in einer Einzelzelle im Frauengefängnis festgehalten. Der 15-jährige R.A. befindet sich im Jugendgefängnis und teilt sich die Zelle mit zwei syrischen Häftlingen.
RECHT AUF 30 MINUTEN TELEFONAT
Die Angeklagten im Gefängnis haben das Recht, einmal pro Woche 30 Minuten lang zu telefonieren. Sie dürfen keine offenen Besuche empfangen, können aber an einem der ersten vier Wochentage von drei von ihnen benannten Personen besucht werden. Es wird darauf geachtet, dass sich die Besuchstage von Nevzat Bahtiyar und Salim Güran, die im selben Gefängnis sind, nicht überschneiden.
Auch ihre Anwälte können sie jederzeit besuchen. Gemäß den geltenden Vorschriften dürfen sie pro Woche nur 3.500 Lira ausgeben. Sie dürfen dieses Geld nicht in bar bei sich führen. Sie können in der Kantine des Gefängnisses gegen Quittung und Beleg einkaufen.
Sie können ihren Bedarf an Gegenständen wie Kühlschränken, Teekochern und Ventilatoren ebenfalls über die Kantine decken. Bisher gab es keine Anträge auf Treffen untereinander. Selbst wenn es sie gäbe, würde dieser Antrag nicht akzeptiert werden, da er nicht den Vorschriften entspricht. Bisher gab es auch keine Vorfälle von Unruhen oder Disziplinarverstößen.
BEAMTE TRAGEN KÖRPERKAMERAS
In den Zellen, in denen Schlaf- und Wohnbereich getrennt sind, wird nur der Wohnbereich (Sitzbereich) per Kamera überwacht. Auch die Flure werden videoüberwacht.
Darüber hinaus tragen die Justizvollzugsbeamten Körperkameras. Jeder Kontakt mit den Häftlingen wird durch diese Kameras aufgezeichnet. Auf diese Weise werden Vorkehrungen gegen Vorwürfe von Folter, Misshandlung oder Ähnlichem getroffen.
ERSTE STRAFE WEGEN STROMDIEBSTAHLS
Im Prozess, der am 7. November in Diyarbakır begann, wurde Salim Güran zu einer von seinem Telefon gelöschten Sprachaufnahme befragt. Salim Güran behauptete, er habe illegal Strom zur Bewässerung seines Feldes genutzt. Die Anwälte erklärten zudem, dass Salim Güran wegen Stromdiebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt worden sei.
Güran wurde von der zuständigen Stromversorgungsbehörde für den Zeitraum zwischen Mai und August aus drei verschiedenen Gründen zu einer Geldstrafe von insgesamt 1 Million 698 Tausend Lira verurteilt.
Als Gründe für die Strafe wurden ‘Verwendung von Neutralleitergeräten’, ‘Leerlaufschaltung’ und Manipulation am ‘Schalter’ angegeben.