Doppelmord in Fatih! Funde in der Wohnung des Täters schockieren
Die aufeinanderfolgenden Mordfälle, die sich gestern in Istanbul ereigneten, haben in der Türkei für Entsetzen gesorgt. Bei dem Vorfall in Fatih enthauptete Semih Çelik İkbal Uzuner und warf ihren Kopf von den Stadtmauern. Anschließend beging der Täter Suizid, indem er sich von den Mauern stürzte. Die bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Täters gemachten Funde schockierten...
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Es wurde festgestellt, dass Semih Çelik, der im Istanbuler Stadtteil Fatih von den historischen Stadtmauern sprang und Suizid beging, zuvor in zwei verschiedenen Bezirken zwei Frauen getötet hatte.
Nach Angaben der Istanbuler Polizeidirektion haben Polizeieinheiten Ermittlungen zu einem Vorfall eingeleitet, bei dem eine Person von den Stadtmauern in Fatih sprang und Suizid beging.
Im Zuge der Ermittlungen wurde festgestellt, dass der 19-jährige Tatverdächtige S.Ç. nach dem Sprung von den Stadtmauern Suizid beging. Zuvor hatte er am gestrigen Tag gegen 15.30 Uhr in Eyüpsultan die 19-jährige A.H. und gegen 16.00 Uhr in Fatih die 19-jährige İ.U. getötet.
5-MAL BEHANDELT
Den vorliegenden Informationen zufolge wurde festgestellt, dass der Tatverdächtige, der von Beruf Fleischer ist, aufgrund einer psychischen Erkrankung in diesem Jahr bereits fünfmal in stationärer Behandlung war, zweimal als vermisst gemeldet wurde und ein Eintrag über einen Suizidversuch vorliegt.
NUTZTE DIE ABWESENHEIT SEINER FAMILIE AUS
Der Tatverdächtige war allein zu Hause, nachdem seine Familie, mit der er in Eyüpsultan zusammenlebte, die Stadt verlassen hatte, um seine Schwester zur Universität zu bringen. Dort tötete der Verdächtige seine Ex-Freundin A.H., indem er ihr den Kopf abschnitt, und traf sich anschließend mit seiner neuen Freundin İ.U. in Fatih.
Der Tatverdächtige, der zuvor gemeinsam mit I.U. auf die Stadtmauern gestiegen war, enthauptete sie und zerstückelte ihren Körper, bevor er nach der Tat Suizid beging.
Nach dem Suizid des Tatverdächtigen wurden am Tatort umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen durch Polizeieinheiten ergriffen.
Die Einsatzkräfte stiegen mit einer zur Einsatzstelle beorderten Feuerwehrleiter auf die Stadtmauer, um nach den Leichenteilen von İ.U. zu suchen, den der Tatverdächtige dort getötet hatte.
Es wurde festgestellt, dass der Tatverdächtige die in mehrere Teile zerstückelte Leiche teilweise auf der Mauer zurückgelassen und einige Teile in die Tiefe geworfen hatte; die Leiche wurde anschließend wieder zusammengesetzt.
AUFFÄLLIGE ZEICHNUNG
Unterdessen führten Polizeieinheiten eine detaillierte Untersuchung in dem Haus durch, in dem der Tatverdächtige den ersten Mord begangen hatte.
Während die Leiche des Opfers A.H. in die Rechtsmedizin überführt wurde, wurde der Vater des Tatverdächtigen vernommen. Der Vater gab an, dass sein Sohn zuvor aufgrund psychischer Probleme in Behandlung gewesen sei.
Andererseits wurde bei den Durchsuchungen im Haus im Zimmer des Tatverdächtigen eine Bleistiftzeichnung sichergestellt, die dem verstümmelten Leichnam des Opfers İ.U. entsprach.
Während bisher keine Erkenntnisse über das Motiv des Tatverdächtigen für die Morde vorliegen, wurde festgestellt, dass es sich bei den beiden getöteten Mädchen ebenfalls um Schülerinnen handelte.
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet.
PUBLIKATIONSVERBOT
Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft wurde vom 1. Friedensgericht Istanbul ein Publikationsverbot erlassen.
Der Leichnam von Ayşenur Halil wurde nach der im Institut für Rechtsmedizin durchgeführten Obduktion von ihren Angehörigen in Empfang genommen.