Er hatte eine syrische Frau aufgefordert, ihr Kopftuch zu tragen: Golani verteidigt das Foto
Die Geste des Anführers der Hai'at Tahrir asch-Scham, Abu Muhammad al-Golani, eine syrische Frau vor einem Fotoshooting zum Tragen eines Kopftuchs aufzufordern, löste in den sozialen Medien heftige Reaktionen aus. Golani reagierte auf die Kritik mit den Worten: „Das ist meine Freiheit“.
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Der Anführer der Hayat Tahrir al-Scham (HTS), Abu Muhammad al-Golani, mit bürgerlichem Namen Ahmed al-Schara, geriet ins Zentrum der Kritik, nachdem er bei einer Veranstaltung im Norden Syriens eine syrische Frau, die sich mit ihm fotografieren lassen wollte, dazu aufforderte, ein Kopftuch zu tragen.
DIE GESTE ZUM KOPFTUCH WURDE VON KAMERAS EINGEFANGEN
Die Frau, die Golanis Geste verstand, bedeckte schnell ihr Haar und ließ sich mit Al-Golani fotografieren. Die Momente wurden von Kameras festgehalten und verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien, was die Sorge vor einem möglichen islamistischen Regime im Syrien der Post-Assad-Ära erneut befeuerte.
Der Vorfall fand nicht nur in Syrien, sondern auch in der internationalen Öffentlichkeit ein Echo. Nutzer in den sozialen Medien bewerteten Al-Golanis Verhalten als eine Einschränkung persönlicher Freiheiten und äußerten ihren Unmut.
'DAS IST MEINE FREIHEIT'
Aufgrund der wachsenden Kritik verteidigte sich Al-Golani in einem Interview mit der BBC. Der HTS-Anführer erklärte zu den Aufnahmen:
„Ich habe sie nicht gezwungen. Aber ich ziehe es vor, dass meine Fotos auf eine Weise gemacht werden, die mir entspricht. Das ist meine Freiheit. So wie jedes Individuum das Recht hat, gemäß seinen Überzeugungen zu leben, habe ich das Recht, gemäß meinen eigenen Werten aufzutreten.“
Al-Golanis Erklärungen schürten die Debatte eher, anstatt sie zu beruhigen.
UNTERSTÜTZUNGSBOTSCHAFT DER FRAU
Die Identität der Frau auf den Aufnahmen wurde kurz darauf bekannt. Die junge Frau namens Lea Kheirallah teilte ein Video in den sozialen Medien und bekundete ihre Unterstützung für Al-Golani.
Kheirallah beschrieb den Moment, in dem sie ihr Haar bedeckte, mit folgenden Worten:
„Mit der Fürsorge eines Vaters, der an sein Vaterland denkt, bat er mich, mein Haar zu bedecken. Ich bin ihnen dankbar, dass sie uns unsere Freiheit zurückgegeben haben. Mein Glaube wurde durch ihn gestärkt. Er hatte das Recht, gemäß seinen eigenen Prinzipien aufzutreten. Ich möchte jedoch anmerken, dass sich diese Bitte auch auf die interviewende amerikanische Journalistin bezog.“
FOTO MIT EINER DEUTSCHEN FRAU LÖST DEBATTE AUS
Bevor die Diskussionen abebben konnten, entfachte ein von der Arab News Agency veröffentlichtes Foto eine neue Kontroverse. Auf den Bildern war zu sehen, wie Al-Golani bei einem Treffen mit einer Delegation aus Deutschland für ein Foto mit einer Frau posierte, die ihr Haar nicht bedeckt hatte.
Dieses Foto verstärkte die Kritik an der vermeintlichen Inkonsequenz von Al-Golanis Haltung. Viele Nutzer in den sozialen Medien bewerteten es als heuchlerisch, dass Al-Golani die syrische Frau zum Tragen eines Kopftuchs aufforderte, während er mit einer deutschen Frau ohne Kopfbedeckung posierte.