Er leistete Volkan Konak Erste Hilfe... Dr. Celalettin Kocatürk schildert jene Nacht: Gab es Versäumnisse?
Prof. Dr. Celalettin Kocatürk, der bei dem berühmten Künstler Volkan Konak, welcher nach einem Herzinfarkt auf der Bühne in Nordzypern verstarb, die erste medizinische Versorgung durchführte, schilderte die Ereignisse jener Nacht im Detail. Kocatürk erklärte: „Während des 20- bis 25-minütigen Eingriffs gab es keinerlei Lebenszeichen“ und betonte, dass vier Ärzte bis zum Eintreffen des Krankenwagens ununterbrochen medizinische Maßnahmen durchführten.
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Der 58-jährige berühmte Künstler Volkan Konak, der während eines Konzerts in der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) auf der Bühne zusammenbrach und im Krankenhaus verstarb, hat die Türkei in tiefe Trauer versetzt. Konak, der als „Sohn des Nordens“ in Erinnerung bleiben wird, wurde bei Zeremonien in Istanbul und seiner Heimatstadt Trabzon auf seinem letzten Weg verabschiedet.
Prof. Dr. Celalettin Kocatürk, der in jener Nacht als Erster auf der Bühne Hilfe leistete, schilderte gegenüber tv100 den Moment des Vorfalls und die medizinischen Maßnahmen im Detail.
Kocatürk erklärte, dass er während des Konzerts im Saal anwesend war und an einem Tisch weit weg von der Bühne saß. Er beschrieb den Moment des Vorfalls wie folgt:
„Ich habe nicht gesehen, wie Volkan beim Singen zusammenbrach. Es wurde still, auf der Bühne entstand Unruhe. Zuerst dachte ich, jemand sei auf die Bühne gestürmt. Dann wurde die Durchsage ‚Ist ein Arzt anwesend?‘ gemacht. Ich rannte sofort auf die Bühne.“
„ER ATMETE NICHT, DER PULS WAR NICHT FÜHLBAR“
Kocatürk gab an, dass Konak bei seinem Eintreffen auf der Bühne erbrochen hatte und in Seitenlage lag; dies sei eine korrekte Erste-Hilfe-Maßnahme gewesen, um das Eindringen von Mageninhalt in die Lunge zu verhindern. Bei der Überprüfung des Zustands stellte er fest: „Er atmete nicht, sein Puls war nicht fühlbar“:
„Ich habe den Mundraum gereinigt. Es wurde gefragt, ob er einen epileptischen Anfall habe, aber es gab weder einen solchen Befund noch eine entsprechende Krankengeschichte. Ich habe sofort mit der Herzdruckmassage und der künstlichen Beatmung begonnen.“
„VIER ÄRZTE WAREN AUF DER BÜHNE IM EINSATZ“
Kocatürk erklärte, dass außer ihm noch weitere Ärzte auf der Bühne waren, und betonte, dass sie die Maßnahmen gemeinsam durchführten:
„Wir waren insgesamt vier Ärzte, zusammen mit einem Anästhesisten, einem HNO-Arzt und einem weiteren Kollegen. Zudem war der Sanitäter des Hotels bei uns. Der Krankenwagen wurde sofort gerufen. Wir informierten die Krankenhausteams darüber, dass das Herzkatheterlabor, die Kardiologie und die Intensivstation vorbereitet werden müssen.“
„ES GAB KEINERLEI LEBENSZEICHEN“
Kocatürk erklärte, dass trotz der ununterbrochenen Maßnahmen bis zum Eintreffen des Krankenwagens keinerlei Lebenszeichen beobachtet werden konnten, und beschrieb den Prozess wie folgt:
„Nachdem wir mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen hatten, dauerte es 20 bis 25 Minuten, bis der Krankenwagen eintraf und wir den Patienten in den Krankenwagen brachten. Zu keinem Zeitpunkt während dieser Dauer gab es Anzeichen von Puls oder Atmung.“
Die Maßnahmen wurden auch im Krankenwagen fortgesetzt. Dem intubierten Künstler wurden Medikamente wie Adrenalin verabreicht, um das Herz wiederzubeleben. Doch auch bei der Überwachung des Herzrhythmus wurde keinerlei elektrische Aktivität festgestellt. „Auch im Krankenwagen konnte kein Rhythmus festgestellt werden. Aber wir haben die Maßnahmen dennoch nicht unterbrochen. Im ersten Moment, als es möglich war, in Richtung Krankenhaus zu fahren, stieg ich auf die Trage und setzte die Herzdruckmassage fort. Die anderen Kollegen sorgten für die Beatmung.“
Kocatürk erklärte, dass sie jede Methode ausprobiert hätten. Er sagte, sie hätten versucht, den Herzrhythmus vor Ort über eine Smartwatch zu sehen, aber auch dort sei keine Aktivität empfangen worden, und fügte hinzu:
„Wir dachten, unter diesen Bedingungen könnte die Uhr vielleicht nützlich sein. Aber auch dort war kein Rhythmus zu sehen.“