Erdbebenexperte warnt vor Malatya: Bei einem Beben dieser Stärke bricht die Verwerfung!
Nach dem Erdbeben im Landkreis Kale in Malatya äußerte sich der Geophysiker Prof. Dr. Övgün Ahmet Ercan zur Stärke und wies auf aktive Verwerfungslinien hin.
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Prof. Dr. Övgün Ahmet Ercan gab nach dem Erdbeben der Stärke 5,9, das sich gestern im Landkreis Kale in Malatya ereignete, eine weitere Warnung ab.
Ercan hatte Folgendes festgehalten:
Heute gab es in Malatya ein Erdbeben der Stärke 6,0. Dieses Beben ist ein Nachbeben der beiden großen Erdbeben aus dem Jahr 2023. Die Entladung im Jahr 2023 erfolgte an etwa vier Bruchstellen. Entladungen fanden entlang der Ostanatolischen Verwerfung, der Toten-Meer-Verwerfung, der Arabischen Verwerfung sowie der Adana-Verwerfung statt.
ES GAB FEHLENDE NACHBEBEN
Daher waren die Nachbeben der Entladung von etwa Stärke 8 gering. Es gab noch ausstehende Beben, die wir erwarteten und die bis zu einer Stärke von 6,5 bis 7 hätten reichen können. Eines dieser Beben ereignete sich heute in Malatya. Es wäre nicht überraschend, wenn wir in der Region bis mindestens 2027 weitere Nachbeben mit Stärken zwischen 6, 6,5 und 7 sehen würden.
Der Winter steht vor der Tür, daher ist leider zu erwarten, dass die Nachbeben entlang dieser vier Hauptverwerfungen, die nun aktiv geworden sind, anhalten werden. Nach dem Beben der Stärke 6 könnten in dieser Region erneut Beben wie das Malatya-Beben mit Stärken von 5 bis 5,2 auftreten.
TEILTE DEN SCHWELLENWERT FÜR ZERSTÖRUNGEN MIT
In seiner heutigen Einschätzung merkte Prof. Dr. Ercan zudem Folgendes an:
"In der Türkei gibt es 6 Erdbebenregionen, die Beben erzeugen, und mehr als 500 aktive Bruchstellen. Der Schwellenwert für Zerstörungen liegt im Osten bei M5,2, in Zentralanatolien bei M6 und in Westanatolien bei 6,4. Je wohlhabender und aufgeklärter ein Land ist, desto geringer sind die Zerstörungen durch Erdbeben. Erdbeben sind Teil der Evolution der Erde, die verursachte Zerstörung ist jedoch eine Frage des Managements."