Grundsteuer für 600.000 leerstehende Wohnungen in der Türkei geplant

Mit dem zweiten Steuerpaket wird eine Grundsteuer für 600.000 leerstehende Wohnungen in der gesamten Türkei eingeführt.

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Grundsteuer für 600.000 leerstehende Wohnungen in der Türkei geplant

Während das erste Steuerpaket im Parlament beraten wird, zeichnen sich bereits die Details des zweiten Steuerpakets ab. Demnach soll für den Besitz einer zweiten oder weiteren Immobilie eine „gestaffelt ansteigende“ zusätzliche Grundsteuer erhoben werden; zudem soll für 600.000 leerstehende Wohnungen eine Grundsteuer anfallen.

Grundsteuer für 600.000 leerstehende Wohnungen in der Türkei geplant

Die Beratungen zum ersten Steuerpaket haben gestern im Planungs- und Haushaltsausschuss des Parlaments begonnen. Wie Ferit Parlak von der Zeitung Dünya berichtet, wird der Schwerpunkt des zweiten Steuerpakets auf der Besteuerung von „Immobilien“ liegen. Um die neuen Steuersätze für Mieten sowie für den Kauf und Verkauf von Immobilien festzulegen, befindet sich die Arbeit, die auf Basis von Wirkungsanalysen durchgeführt wird, in der Endphase.

Grundsteuer für 600.000 leerstehende Wohnungen in der Türkei geplant

Demnach wurde beschlossen, dass beim Kauf, Verkauf und der Vermietung von Wohnungen und Büros Steuern auf Basis des Marktwerts erhoben werden. Zudem wird in das zweite Steuerpaket aufgenommen, dass Personen, die ihre Immobilie innerhalb von 3 Jahren nach dem Kauf verkaufen, doppelt so hohe Steuern zahlen müssen, während bei einem Verkauf innerhalb von 5 Jahren eine um das Einfache höhere Steuer anfällt. Darüber hinaus wird von Eigentümern, die eine zweite oder weitere Immobilien besitzen, eine „gestaffelt steigende“ zusätzliche Grundsteuer erhoben, und für die rund 600.000 leerstehenden Wohnungen, die als „Geisterhäuser“ bezeichnet werden, wird eine „zusätzliche Grundsteuer“ eingefordert.

Grundsteuer für 600.000 leerstehende Wohnungen in der Türkei geplant

Die Strafbeträge für diejenigen, die ihre Mieteinnahmen nicht oder unvollständig angeben, werden ebenfalls erhöht. Ebenso werden die Strafen für diejenigen angehoben, die ihre Mietaufwendungen nicht deklarieren. Auch bei den über 230.000 Dienstwohnungen wird eine Neuregelung der „Mietpreise“ eingeführt. Dienstwohnungen sollen künftig mit einem Preisvorteil von 20 Prozent gegenüber dem marktüblichen Mietwert zur Verfügung gestellt werden.

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Aus diesem Grund werden in Regionen mit Dienstwohnungen Preisrecherchen durchgeführt. Auch die vorrangigen Bereiche, in denen die Kontrollen intensiviert werden sollen, wurden festgelegt. Bei den Kontrollen wird den Bereichen Priorität eingeräumt, in denen aufgrund der Einkommensverhältnisse ein hohes Maß an Verlusten, illegalen Aktivitäten und Schwarzarbeit festgestellt wurde; dazu gehören Kioske, Schönheitssalons, Ästhetiker, Ärzte und Friseure.

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Die finanziellen Auswirkungen der gesetzlichen Neuregelungen im Bereich Steuern und soziale Sicherheit wurden analysiert. Demnach wird durch die Festlegung des Beitragssatzes für kurzfristige Versicherungszweige auf 2,25 Prozent ein Anstieg der Einnahmen der Sozialversicherungsanstalt (SGK) um 12,5 Prozent erzielt. Durch die Regelung zur Einführung einer inländischen Mindestkörperschaftsteuer werden jährlich zusätzliche 70 Milliarden Lira erwartet. Die Erhöhung der Ausreisegebühr für Auslandsreisen auf 500 Lira wird einen jährlichen Einnahmeeffekt von 4,3 Milliarden Lira haben.