Ist der Bruder des Terroristen vom TUSAŞ-Anschlag ein städtischer Angestellter? Stellungnahme von Izmirs Oberbürgermeister Tugay
Es wurde behauptet, dass ein weiterer Bruder des Terroristen, der den TUSAŞ-Terroranschlag mit 5 Todesopfern verübte, bei der Stadtverwaltung angestellt sei. Der Bürgermeister von Izmir, Cemil Tugay, hat sich zu diesem Thema geäußert.
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Nachdem bekannt wurde, dass D.A., der Bruder der PKK-Terroristin Mine Sevjin Alçiçek – einer der Täterinnen des Terroranschlags auf die Türkische Luft- und Raumfahrtindustrie (TUSAŞ) –, als Sicherheitschef bei der Stadtverwaltung Çiğli arbeitete und daraufhin entlassen wurde, stellte sich heraus, dass ein weiterer Bruder von Alçiçek als Fahrer in der Abteilung für soziale Dienste der İZENERJİ A.Ş. tätig ist.
Der Oberbürgermeister von Izmir, Cemil Tugay, erklärte: „Wir haben den Mitarbeiter beurlaubt. Wir haben ein Schreiben an das Gouverneursamt gerichtet und gefragt, ob es Bedenken hinsichtlich seiner weiteren Beschäftigung gibt.“
Bei dem Terroranschlag am 23. Oktober auf das TUSAŞ-Gelände im Bezirk Kahramankazan in Ankara, das eine wichtige Rolle bei der Entwicklung heimischer Waffensysteme spielt, kamen 5 Menschen ums Leben, 22 weitere wurden verletzt, zwei davon schwer.
Es wurde mitgeteilt, dass D.A., der Bruder der in Izmir geborenen Terroristin Mine Sevjin Alçiçek, die von den Sicherheitskräften neutralisiert wurde, als bewaffneter Sicherheitschef bei der Stadtverwaltung Çiğli arbeitete.
D.A., der während der Amtszeit von Metin Solak eingestellt wurde, welcher am 1. Mai 2011 verstarb, wurde von der Stadtverwaltung gekündigt.
Es stellte sich heraus, dass ein weiterer Bruder von Alçiçek als Fahrer in der Abteilung für soziale Dienste der İZENERJİ A.Ş. arbeitet.
„WIR HABEN EIN SCHREIBEN AN DAS GOUVERNEURSAMT GERICHTET“
Der Oberbürgermeister von Izmir, Cemil Tugay, äußerte sich vor der Eröffnungszeremonie des Busbahnhofs Selçuk gegenüber Pressevertretern.
Bürgermeister Tugay erklärte, dass sie bezüglich des Bruders einer der Terroristinnen, die den Anschlag auf TUSAŞ verübten und bei der İZENERJİ A.Ş. beschäftigt ist, ein Schreiben an das Gouverneursamt von Izmir gerichtet hätten: „Diese Person hat vor vielen Jahren bei İZENERJİ angefangen zu arbeiten. Wir haben keinerlei negative Auffälligkeiten bei ihm festgestellt.
Da jedoch ein Verwandter ersten Grades bei einem solch schwerwiegenden Terroranschlag als Täter identifiziert wurde, haben wir den Mitarbeiter beurlaubt. Wir haben das Gouverneursamt angeschrieben und gefragt, ob es Bedenken hinsichtlich seiner Beschäftigung gibt. Je nach Antwort werden wir die notwendigen Schritte einleiten“, sagte er.
„ES GIBT EIN LAUFENDES RECHTSVERFAHREN“
Tugay äußerte sich zudem zum Betrieb des Busbahnhofs von Izmir, der per Beschluss des Stadtrats von Izmir an die städtische Tochtergesellschaft İZELMAN A.Ş. übertragen wurde: „Es gibt ein laufendes Rechtsverfahren. Wenn dieses abgeschlossen ist, wird entweder İZELMAN den Betrieb selbst übernehmen oder er könnte an einen privaten Betreiber vergeben werden, sofern sich ein vertrauenswürdiges Umfeld ergibt. In jedem Fall wird es eine grundlegende Umgestaltung des Busbahnhofs geben. Dafür warten wir den Abschluss des rechtlichen Prozesses ab“, so Tugay.