Mord durch besessenen Ex-Freund in Izmir: Adressänderung konnte sie nicht retten
Die 26-jährige Gözde Akbaba, die im Bezirk Menemen in Izmir von ihrem Ex-Freund mit einer Schusswaffe angegriffen wurde, hat ihren Kampf um das Leben im Krankenhaus verloren. Der Tatverdächtige, der nach der Tat floh, wurde von der Gendarmerie mitsamt der Tatwaffe gefasst; der Moment des Mordes wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet.
İHA
Der Vorfall ereignete sich am Montag, dem 19. Januar, gegen 20.20 Uhr im Stadtteil İnönü im Bezirk Menemen. Nach vorliegenden Informationen wurde Gözde Akbaba (26) am Eingang ihrer Wohnanlage von ihrem Ex-Freund Lokman E. (33) mit einer Schusswaffe angegriffen, der sie bereits seit einiger Zeit belästigt und bedroht haben soll.
Aufgelauert und geschossen
Den Angaben zufolge legte Lokman E., gegen den ein Annäherungsverbot bestand und der die junge Frau zuvor mit den Worten „Ich werde euch töten“ bedroht hatte, am Eingang der Wohnanlage einen Hinterhalt und eröffnete das Feuer auf Akbaba. Die junge Frau, die unterhalb des linken Knies getroffen wurde, wurde mit einem Krankenwagen in das Çiğli Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus gebracht.
Tatmoment auf Kamera festgehalten
Der bewaffnete Angriff wurde zudem von einer Überwachungskamera in der Nähe aufgezeichnet. Die Aufnahmen zeigen, wie die junge Frau beim Betreten des Hauses auf den bewaffneten Angreifer trifft und dieser sie anschließend verfolgt. Auf dem Video sind auch Schüsse und die Hilfeschreie der unglücklichen Frau zu hören, die später verstarb.
Anderthalb Stunden nach der Tat gefasst
Nach dem Vorfall leiteten das Gendarmerie-Team für Kriminalermittlungen (JASAT) und die Tatortuntersuchungseinheiten (OYİ) unter Koordination der diensthabenden Staatsanwaltschaft Menemen umfangreiche Ermittlungen ein. Infolge der Feldforschungen wurde der Tatverdächtige Lokman E. etwa anderthalb Stunden nach der Tat an einer Tankstelle festgenommen, wo er wartete. Bei der Durchsuchung des Verdächtigen wurden eine nicht registrierte Pistole, bei der es sich vermutlich um die Tatwaffe handelt, sowie ein leeres Magazin sichergestellt.
Zweitägiger Kampf um das Leben verloren
Gözde Akbaba, die auf der Intensivstation des Krankenhauses behandelt wurde, verstarb trotz aller medizinischen Bemühungen am 21. Januar. Die Nachricht vom Tod der jungen Frau stürzte ihre Familie und Angehörigen in tiefe Trauer.
Nach der Leichenschau durch den diensthabenden Staatsanwalt von Karşıyaka wurde der Leichnam von Akbaba zur Obduktion in die Leichenhalle des Instituts für Rechtsmedizin in Izmir überführt.
Der festgenommene Tatverdächtige Lokman E. wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen bei der Gendarmerie dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert.